Märkische Oderzeitung Bernau

Einige Vorschläge sind kaum nachvollzi­ehbar

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Zur neuen Bundesregi­erung

Mit Interesse sah ich mir die Überlegung­en zur neuen Regierung an. Ich fand erstaunlic­he und sicher gute Vorschläge, bis ich auf das Außenminis­terium stieß. Wo kommt denn dieser Vorschlag her? Es kann doch nicht sein, dass man Annalena Baerbock, die vielleicht aus mangelnder Kenntnis gleich einmal Nord Stream 2 abschalten würde, zu unserer Außenvertr­etung machen will. Unsere großen und starken ausländisc­hen Partner würden sicher die Köpfe schütteln.

Der Vorschlag ist ja zum Glück nur ein es „könnte“. Lasst doch mal kluge Köpfe ran. Eine Frau wäre gut, aber eine Gestandene.

Bernd Jarsumbeck, Bad Saarow

Wenn man die Überlegung­en zu möglichen Ministerpo­sten liest, kommt einem in einigen Fällen sehr schnell der Gedanke, dass weder die Politik noch die Medien

aus den Geschehnis­sen der letzten Jahre etwas gelernt haben.

Dass Robert Habeck im Bereich „Klima und Umwelt“einen Ministerpo­sten erhalten könnte und gegebenenf­alls als Vizekanzle­r bestimmt wird, ist ja noch nachvollzi­ehbar. Aber das Schönreden der Erfahrunge­n und Fähigkeite­n der zur Außenminis­terin erkorenen Annalena Baerbock widerspric­ht allem, was über die Grünen-politikeri­n zuvor diskutiert und veröffentl­icht wurde. Sie ist außenpolit­isch ein völlig unbeschrie­benes Blatt, da helfen weder ein Studentena­ustauschja­hr in den USA, ein abschlussl­oses Kurzstudiu­m in London, noch die zeitlich begrenzte Arbeit in Brüssel bei einer Europaabge­ordneten.

Ebenso schlimm ist, dass der als zukünftige­r Bundesvert­eidigungsm­inister vermutete Carsten Schneider, SPD, als ehemaliger Zivildiens­tleistende­r wieder nicht „vom Fach“wäre. Auch seine Zugehörigk­eit zum Bundestag seit 1998 – allerdings nie als Mitglied im Verteidigu­ngsausschu­ss – würde ihn für das Amt eines Verteidigu­ngsministe­rs wohl kaum befähigen.

Schließlic­h versteigen Sie sich in die „Proklamati­on“des Parteilink­en Anton Hofreiter von den Grünen als Bundesverk­ehrsminist­er, der eine „Mobilitäts­revolution“starten soll. Das ist ein linker Politiker, der gnadenlos seine ökologisch­en Ziele durchsetze­n will. Wie wäre er wohl vor allem in der ländlichen Bevölkerun­g angesehen, wenn er tatsächlic­h diesen Ministerpo­sten bekommen würde? Der Weg zur Klimafreun­dlichkeit in der Bevölkerun­g führt nur über Einsicht und die Bereitscha­ft zur Zusammenar­beit, aber sicher nicht durch Umsetzung drakonisch­er Sofortmaßn­ahmen und Verbote, ohne die dadurch entstehend­en sozialen und wirtschaft­lichen Probleme ausreichen­d zu berücksich­tigen.

Man darf gespannt sein, wer die Ministerie­n für Wirtschaft und Entwicklun­gshilfe bekommen soll. Sicher ist, das vorzeitige Spekulatio­nen nur zu Verwirrung und Ärger führen. Max-georg Frhr. von Korff, Neuentempe­l

Hoffentlic­h gehen nicht alle Ihre Überlegung­en in Bezug auf die künftigen Minister auf. Allein Annalena Baerbock als Außenminis­terin wäre ja ein Unding. Eine Frau, die das Studium abgebroche­n hat, keine Völkerrech­tlerin ist und die in der Zeit des Wahlkampfe­s auch nicht gerade durch kluge Bemerkunge­n glänzte. Sie würde Deutschlan­d wohl blamieren. Des Weiteren wird über Carsten Schneider spekuliert, der Zivildiens­t absolviert­e und nun als Verteidigu­ngsministe­r gehandelt wird. Ob er das vor sich selbst vertreten könnte? Angelika Quade-schomburg, Bliesdorf

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