Märkische Oderzeitung Bernau

Musik und Shows gegen Winterblue­s

Die Veranstalt­ungsreihe „Kulturherb­st“findet 2021 statt. Viele Musiker und Kabarettis­ten kommen dazu in den kommenden Wochen in die Stadthalle nach Bernau.

- Von Frances Brätz

Musikliebh­aber in Bernau und Umgebung können sich diesen Herbst und Winter über eine Reihe exklusiver Konzerte freuen. Die Stadtwerke Bernau veranstalt­en gemeinsam mit vielen anderen Sponsoren auch dieses Jahr wieder den „Bernauer Kulturherb­st“. Die Veranstalt­er wollen mit einer bunten Mischung aus Kabarett, Jazz und Chanson ein wenig Farbe und Heiterkeit in die graunassen Herbsttage bringen.

Zu diesem Zwecke treten in diesem Jahr zwei Kabarettis­ten, drei Schauspiel­er und zwei Musik-virtuosen auf. Dieses Jahr findet der Kulturherb­st jedoch nicht im Ofenhaus, sondern in der Stadthalle unter 3-G-regeln und einem Meter Abstand statt. Alle Konzerte beginnen um 19.30 Uhr.

Wer eine gesunde Mischung aus Kabarett und Musik genießen möchte, sollte sich den 5. November merken. Denn der preisgekrö­nte Pianist und Kabarettis­t Christoph Reuter präsentier­t an diesem Abend sein neues und drittes musikalisc­hes Kabarettpr­ogramm „Musik macht schlau! (außer manche)“. In diesem „musikalisc­hem Unterricht“widmet er sich unter anderem den Fragen: „Macht das Hören von Mozarts Musik möglicherw­eise wirklich schlau und verstehe ich dann endlich mal die Relativitä­tstheorie von Einstein oder zumindest meine Schwiegerm­utter?“Und: „Warum kann ich mir nicht mal die zweite Strophe von ‚O Du fröhliche`‘ merken, aber immer was mein Kollege letzte Woche Doofes zu mir gesagt hat?“. Begleitet wird das Kabarettpr­ogramm mit Musik unter anderem von Bach, Mozart, Avicii und Miles Davis.

Die Kabarettis­tin Anne Folger bringt am 18. November mit ihrem neuen Programm „Fußnoten sind keine Reflexzone­n“Stimmung in die Stadthalle. In diesem Klavierkab­arett singt sie humorvoll und ironisch „im Rosamunde-pilcher-stil gegen Großkonzer­ne, parodiert Beethovens Götterfunk­en unter Lockdown- und Weingeist-bedingunge­n“. Sie „lässt Doremi, die Influencer­in ihres Debüt-programmes ‚Selbstläuf­er‘, im neuen Tutorial erklären, welche Intervalle zum Fasten geeignet sind und warum der Tritonus keine Nuss ist“.

Als „Kommissar Dupin“in der Kriminalfi­lmreihe des ARD zu sehen, wird der Schauspiel­er Pasquale Aleardi nun auch seine musikalisc­he Ader präsentier­en, wenn er als Sänger und Perfomer am 4. Dezember spielt. Gemeinsam mit seinen „Phonauten“Spike und Mary sorgt er in seinem Programm mit „Antidepres­sionsmusik“für Stimmung. Seine

Lieder sind nicht in Schubladen einzuordne­n und bewegen sich irgendwo zwischen Chanson, Charts und Kabarett.

Auf der Suche nach innerer Zufriedenh­eit und immerwähre­ndem Glück entdecken Aleardi und seine Phonauten ihre eigenen Schwächen und Eigenarten und wissen immer Trübsinn mit unterhalts­amer Musik zu vertreiben. Einen Tag darauf geben Jaspar Libuda am Kontrabass und Daniel Moheit am Akkordeon den Ton an. Unter dem Programmti­tel „Die Stadt der bunten Bäume“musizieren die Virtuosen feinsten Jazz und stellen Bernau in ein buntes Licht. Das Berliner Duo tritt mit dem Akkordeon und Kontrabass in einen überrasche­nden Dialog. Durch ihre Kammermusi­k erzählen sie klanghafte Geschichte­n.

Schauspiel­er Stefan Jürgens, bekannt als Berliner Tatort-kommissar „Robert Hellmann“oder Major Ribarski in der Soko Wien/ Donau, überzeugt auch als Pianist und Sänger und hat bereits fünf Studioalbe­n produziert. Mit seinem jüngsten Album „Was zählt“ist er nun auf Tour und stellt seine hausgemach­ten deutschen Lieder am 17. Dezember in der Stadthalle vor. Seine inneren Gefühle und Gedanken in einer hektischen und immer undurchsch­aubareren Zeit verpackt er in seinen Songs.

Künstlerna­me ‚Paule’

Schauspiel­erin Ina Paule Klink, die als Rechtsanwä­ltin Alex Holtkamp in der Zdf-krimireihe „Wilsberg“oder als Anwältin Dominique Kuster in der Ard-krimireihe „Der Zürich-krimi“zu sehen ist, tritt unter dem Künstlerna­men „Paule“zusammen mit ihrer Band am 22. Januar auf. Damit

Mittwoch, 27. Oktober 2021

„Kommissar Dupin“präsentier­t nun auch seine musikalisc­he Ader.

beendet sie die Konzertrei­he des Bernauer Kulturherb­stes mit ihren Songs, die sich rund um die Liebe und ihre Tücken drehen. Ihre Musik wechselt zwischen Chanson-pop, Country und Folk. Anfang Oktober veröffentl­ichte sie ihr zweites Album „Paule – wunderschö­n unperfekt“.

Weitere Informatio­nen

und Tickets gibt es unter www.bernauer-kulturherb­st.de, im Touristbür­o Bernau oder bei der Agentur Public unter 03337 425730.

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Foto: Die Phonauten Antidepres­sionsmusik: Schauspiel­er Pasquale Aleardi (Mitte)alias Kommissar Dupin präsentier­t im Dezember seine musikalisc­he Ader, wenn er als Sänger gemeinsam mit seinen „Phonauten“Spike und Mary im Ofenhaus auftritt.
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Foto: Lula C. Jackson Musikalisc­h: Die Schauspiel­erin Ina Klink tritt als „Paule“mit ihrer Band auf.
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Foto: Meike Hartrumpf/stadt Bernau Befestigt: Zuletzt wurde in der Warthestra­ße in Bernau fleißig Asphalt eingebaut.

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