Märkische Oderzeitung Bernau

Hertha müht sich beim Viertligis­ten

Die Berliner kommen gegen Preußen Münster trotz langer Überzahl erst spät zu einem 3:1-Erfolg.

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Münster. Ende gut, alles gut: Der Fußball-bundesligi­st aus Charlotten­burg steht im Achtelfina­le des Dfb-pokals. Es war beim Regionalli­gisten im Westen eine Stunde lang allerdings ein beschwerli­cher Weg für den Favoriten. Eine frühe Führung und eine 45-minütige Überzahl brachten keine Sicherheit, von einem Klassenunt­erschied war lange nichts zu sehen. Erst die Einwechslu­ngen machten den Unterschie­d, dank zweier Jokertore durfte die Hertha das Weiterkomm­en bejubeln. Ishak Belfodil (79.) und Marco Richter (83.) besorgten die Treffer. Stevan Jovetic hatte früh getroffen (3.), Thorben-johannes Deters für die Gastgeber vor der Pause ausgeglich­en (41.).

Trotz eines Aussetzers von Nicolai Remberg, der nach einer Schwalbe mit Gelb/rot vom Feld musste (45.+2), setzten zehn Münsterane­r die Berliner in der zweiten Halbzeit unter permanente­n Druck. Eine Verlängeru­ng wie in der 1. Runde gegen den VFL Wolfsburg war in Reichweite. Wegen eines Wechselfeh­lers des Bundesligi­sten war das Spiel anschließe­nd für Preußen gewertet worden.

Der Außenseite­r blieb trotz Unterzahl mutig, Deters hatte mit einem abgeblockt­en Schuss sogar die Chance zur Führung, was Hertha-coach Pal Dardai an der Seitenlini­e rasend machte. Und von den Rängen schallte es: „Erste Liga – keiner weiß warum.“Der Trainer wechselte durch – und hatte in Belfodil und Richter ein glückliche­s Händchen.

Übrigens hatte Schiedsric­hter Frank Willenborg schon den letzten Pokalauftr­itt der Berliner in Münster vor zwölf Jahren geleitet (3:1 nach Verlängeru­ng). Damals standen Dardai und Hertha-sportdirek­tor Arne Friedrich noch auf dem Platz.

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