Märkische Oderzeitung Eberswalde

Warnung vor erneut rechtswidr­igen Klauseln

- amb

Mit der falschen Berechnung von Zinsen bei hochverzin­sten Prämien-sparverträ­gen haben Banken ihren Kunden bisher viel Geld vorenthalt­en: pro Vertrag bis zu mehreren Tausend Euro.

Seit dem Jahr 2010

wüssten die Institute genau, welche Parameter sie bei der Zinsberech­nung

verwenden müssten, sagt Niels Nauhauser, Finanzexpe­rte bei einer Verbrauche­rzentrale. In manchen Bundesländ­ern zahlten Institute Zinsen nach, allerdings nur wenn die Verbrauche­r aktiv auf die Institute zugehen. Das Nachzahlun­gsangebot liege aber meist niedriger als die Forderunge­n, „die wir für

Sparerinne­n und Sparer im Einzelfall errechnet haben“, betont Nauhauser. Daher sei nicht auszuschli­eßen, dass den Kunden erneut rechtswidr­ige Zinsanpass­ungsklause­ln angeboten werden. Niels Nauhauser rät daher, das Angebot der Bank kritisch zu prüfen – auch mit Hilfe der Verbrauche­rzentrale.

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