Märkische Oderzeitung Eberswalde

Hauptstadt schrumpft leicht

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Erstmals seit 20 Jahren hat Berlin im vergangene­n Jahr durch Weg- und Zuzüge mehr Einwohner verloren als hinzugewon­nen. Zwar seien 2020 knapp 143.000 Menschen in die Hauptstadt gezogen, fast 150.000 hätten ihr jedoch den Rücken gekehrt, teilte das Amt für Statistik am Montag mit. Die Gesamtbevö­lkerung schrumpfte auf rund 3.664.000. Zudem wurde im vergangene­n Jahr der zweite Geburtenrü­ckgang in Folge seit 2011 verzeichne­t.

Ende 2020 lebten nach Angaben der Statistike­r 193 verschiede­ne Nationalit­äten in Berlin. Den Großteil machten dabei deutsche Staatsange­hörige (80,4 Prozent) aus. An zweiter Stelle folgten türkische (2,4 Prozent), an dritter polnische Staatsange­hörige (1,4 Prozent). Die Gesamtzahl der deutschen Berliner sank um fast 17.000 Menschen, während die Zahl der Ausländer um 11.600 wuchs. 2020 zog es zudem knapp 2000 Briten nach Berlin. Dafür verließen rund 1500 Us-amerikaner und rund 400 chinesisch­e Staatsange­hörige die Hauptstadt.

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