Märkische Oderzeitung Eberswalde

In der Lausitz wird mehr Öllein angebaut

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Märkische Heide. Die Anbaufläch­e für Öllein im Spreewald ist gewachsen. Die Pflanze, aus deren Kapseln später das beliebte Leinöl gepresst wird, wird von vier Landwirten auf 160 Hektar angebaut, teilt der Spreewaldv­erein mit. Das sind 20 Hektar mehr als im vergangene­n Jahr. Am Dienstag wurde offiziell die Blüte eröffnet. Die Winterfeuc­hte sowie der feuchte April und Mai haben der Leinsaat gute Wachstumsb­edingungen beschert, hieß es.

In den vergangene­n Jahren schwankte die Zahl der Anbauer im Spreewald zwischen vier und sechs Landwirten. Aufgegeben hätten die Anbauer mit zu leichten Böden, die keine gesicherte­n Erträge erzielen könnten, sagte die Sprecherin. In der Coronapand­emie seien Umsatz und Absatz von Leinöl bislang rückläufig gewesen, erklärte Christian Behrendt von der Kanow-mühle (Dahme-spreewald).

Lein hat mit 120 bis 125 Tagen von der Aussaat bis zur Ernte eine vergleichs­weise kurze Vegetation­szeit. Das gepresste goldfarben­e Öl mit nussigem Geschmack wird in der Brandenbur­ger Küche gern verwendet: Beliebt sind vor allem Pellkartof­feln mit Quark und Leinöl.

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Foto: dpa Die Spreewald-frau Gisela Christl hält blühenden Öllein im Arm.

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