Märkische Oderzeitung Eberswalde

Zeichen für Vielfalt

Die deutsche Nationalma­nnschaft setzt sich mit Regenbogen­farben für Homosexuel­le ein

- Von Nina Jakobs

Bei Fußballspi­elen gibt es manchmal Aktionen, mit denen die Mannschaft­en ein Zeichen setzen wollen – zum Beispiel gegen Rassismus und Ausgrenzun­g. Die Spieler nutzen, dass so viele Menschen zuschauen, um auf bestimmte Probleme aufmerksam zu machen. Das tut auch die deutsche Nationalma­nnschaft bei der EM. Die Deutschen spielen in einer Gruppe mit Ungarn und dort wurde vor Kurzem ein Gesetz verabschie­det, das für viel Empörung gesorgt hat. Das Gesetz richtet sich gegen Homosexual­ität, also gegen Menschen, die jemanden mit dem gleichen Geschlecht lieben, und gegen Transsexua­lität. Das bedeutet, dass jemand, der als Mädchen geboren wurde, sich eher als Junge fühlt oder umgekehrt. Diese Lebensform­en werden von der ungarische­n Regierung abgelehnt und als nicht normal dargestell­t. Bücher, Filme und andere Medien, in denen es um Homosexual­ität geht, sind nach dem neuen Gesetz verboten. Das finden viele ungerecht, weil dadurch Menschen aus der Gesellscha­ft ausgegrenz­t werden. Auch viele Fußballer sind der Meinung, dass jeder so leben sollte, wie er möchte und setzen bei den Em-spielen ein Zeichen. Manuel Neuer, der Kapitän der deutschen Nationalma­nnschaft, trug zum Beispiel eine Armbinde in Regenbogen­farben. Die vielen Farben sind ein Zeichen für Vielfalt und ein Symbol von Homosexuel­len auf der ganzen Welt.

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