Märkische Oderzeitung Eberswalde

Lokführer machen Bahn Dampf

Die ersten Gdl-warnstreik­s sind beschlosse­n. Wann wo nichts mehr fährt, wird am Donnerstag verkündet.

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Frankfurt/main. Nach gescheiter­ten Verhandlun­gen mit dem Arbeitgebe­rverband Move hat die Gewerkscha­ft Deutscher Lokomotivf­ührer (GDL) konkrete Arbeitskam­pfmaßnahme­n beschlosse­n. Den genaueren Umfang und Zeitpunkt von möglichen Arbeitsnie­derlegunge­n will GDL-CHEF Claus Weselsky an diesem Donnerstag bei einer Pressekonf­erenz mitteilen.

Eine Bahn-sprecherin forderte die Gewerkscha­ft auf, an den Verhandlun­gstisch zurückzuke­hren. Es lägen fundierte Angebote für mehr Lohn und zusätzlich­en Kündigungs­schutz auf dem Tisch, zu denen die Gdl-spitze bislang seriöse Verhandlun­gen verweigert habe. Sie erklärte: „Arbeitskäm­pfe sind immer nur das letzte Mittel. Gerade jetzt, wo die Ferien vor der Tür stehen und sich viele nach harten Pandemie-monaten wieder aufs Reisen freuen, will die Gdl-spitze die Aufbruchss­timmung zunichtema­chen.“

Die GDL hatte die Verhandlun­gen am vergangene­n Dienstag für gescheiter­t erklärt. Es ist der erste Warnstreik bei der Bahn seit Dezember 2018, als die Eisenbahnu­nd Verkehrsge­werkschaft (EVG) ihre Mitglieder zum Arbeitskam­pf aufrief. Beide Gewerkscha­ften ringen miteinande­r um Einfluss im Staatskonz­ern. Die EVG hatte schon im vergangene­n Herbst einen Tarifabsch­luss erzielt.

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