Land plant Be­schwer­de­stel­le für Po­li­zei­be­am­te

Po­li­zis­ten sol­len über Miss­stän­de im Di­enst be­rich­ten. Auch Bür­ger sol­len sich über die Po­li­zei be­schwe­ren kön­nen.

Märkische Oderzeitung Frankfurt - - VORDERSEIT­E - Von Ul­rich Thies­sen

Die ge­plan­te Ko­ali­ti­on aus SPD, CDU und Grü­nen will die In­ne­re Si­cher­heit in Bran­den­burg stär­ken. Rund 250 neue Po­li­zei­stel­len sol­len in den kom­men­den fünf Jah­ren ent­ste­hen und die Jus­tiz aus­ge­baut wer­den. Wie vie­le neue Rich­ter und Staats­an­wäl­te ge­nau ein­ge­stellt wer­den, lie­ßen die Ver­hand­ler am Wo­che­n­en­de noch of­fen.

Beim Land­tag soll es künf­tig ei­nen Be­auf­trag­ten für die Po­li­zei ge­ben. Dort sol­len sich Po­li­zis­ten über Miss­stän­de im Di­enst be­schwe­ren kön­nen, er­klär­te der kom­mis­sa­ri­sche Cdu-lan­des­vor­sit­zen­de Micha­el St­üb­gen nach den Ko­ali­ti­ons­ver­hand­lun­gen. Jähr­lich sol­len die­ser Po­li­zei­be­auf­trag­te und sein Stab dem Land­tag ei­nen Be­richt vor­le­gen. Dem neu­en Be­auf­trag­ten un­ter­stellt, aber räum­lich ge­trennt, soll es auch ei­ne Be­schwer­de­stel­le ge­ben, bei der sich Bür­ger über Po­li­zis­ten be­schwe­ren kön­nen.

Die von der CDU kri­ti­sier­te Kenn­zeich­nungs­pflicht für Po­li­zis­ten wird auf An­trag in Ge­fähr­dungs­si­tua­tio­nen oder bei Be­dro­hun­gen aus­ge­setzt. Am Prin­zip der Kenn­zeich­nungs­pflicht wer­de sich aber nichts än­dern, so die Grü­nen-ver­hand­lungs­füh­re­rin Ur­su­la Non­ne­ma­cher. Sie be­ton­te, dass Bran­den­burg in den nächs­ten Jah­ren in Zu­sam­men­ar­beit mit den Kir­chen und dem Uno-flücht­lings­hilfs­werk jähr­lich 200 be­son­ders ver­folg­te Flücht­lin­ge wie Chris­ten und Je­si­den auf­neh­men wird.

SPD-CHEF Diet­mar Wo­id­ke er­klär­te, dass die Ret­ter­prä­mie, die in der letz­ten Le­gis­la­tur­pe­ri­ode für Feu­er­wehr­leu­te und ak­ti­ve Hel­fer in Ein­sät­zen ein­ge­führt wor­den war, even­tu­ell an­ge­ho­ben oder auf an­de­re Grup­pen aus­ge­wei­tet wer­den könn­te. Auf Nach­fra­ge er­klär­te Wo­id­ke, dass es kei­ne Plä­ne gibt, die Ab­schaf­fung der Stra­ßen­aus­bau­bei­trä­ge zu er­wei­tern, bei­spiels­wei­se für Ers­ter­schlie­ßun­gen, die ak­tu­ell noch von An­woh­nern mit­fi­nan­ziert wer­den.

Heu­te wird über Land­wirt­schaft und Um­welt ver­han­delt. Da­nach folgt der Ver­kehr. Bei­de The­men gel­ten als hei­ße Ei­sen für das Re­gie­rungs­bünd­nis.

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