Zwei Le­ben statt neun

Märkische Oderzeitung Frankfurt - - VORDERSEIT­E -

Haus­tier und Be­sit­zer ver­ste­hen sich oh­ne Wor­te, wis­sen al­les von­ein­an­der – den­ken die Men­schen. Wenn man der Nach­rich­ten­la­ge Glau­ben schen­ken darf, ir­ren sich da be­son­ders Be­sit­zer von Ka­tern. Letz­te­re füh­ren of­fen­bar ger­ne ein Dop­pel­le­ben. Bei­spiels­wei­se Ka­ter Pad­dy aus En­g­land. Oh­ne das Wis­sen sei­ner Be­sit­zer ging er jah­re­lang ei­nem mor­bi­den Hob­by nach. Über hun­dert Be­er­di­gun­gen hat das Tier bis­her be­sucht, stets mit ei­nem per­fek­ten Sinn für das rich­ti­ge Ti­ming. Wel­ches Ver­gnü­gen der Ka­ter aus den wohl eher be­trüb­li­chen Er­eig­nis­sen zieht, ist un­klar.

Ganz im Ge­gen­satz zu Ka­ter Ming – oder auch Cleo, der ein ve­ri­ta­bles Dop­pel­le­ben führ­te: Mehr als zehn Jah­re lang ließ er sich von gleich zwei Fa­mi­li­en durch­füt­tern, oh­ne dass die Men­schen von­ein­an­der wuss­ten. Das Gan­ze kam erst her­aus, als bei­de Fa­mi­li­en Ming/cleo ver­miss­ten und Pos­ter auf­häng­ten. Dann be­gann ein er­bit­ter­ter Streit ums Sor­ge­recht für das un­treue Tier. Ein sol­cher steht nun viel­leicht auch ei­nem Kat­zen­be­sit­zer aus Chi­na be­vor – und zwar in meh­re­ren Fäl­len. Nur ei­ne Nacht ver­brach­te Ka­ter Xia­o­pi in ei­ner Tier­pen­si­on, aber das reich­te dem Ras­se­tier, um sich gleich mit fünf Kat­zen ein­zu­las­sen. Die nächt­li­chen Ak­ti­vi­tä­ten er­schöpf­ten den Ka­ter so sehr, dass er tier­ärzt­lich ver­sorgt wer­den muss­te. Mehr als blin­des Ver­trau­en hilft da wohl eher ein er­neu­ter Tier­arzt­be­such – zur Kastra­ti­on. Lie­sa Hell­mann

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