Was gilt für den Hin­zu­ver­dienst?

Märkische Oderzeitung Frankfurt - - FRANKFURTE­R UMLAND -

Ob als Selbst­stän­di­ge

oder Mi­ni­job­ber – im­mer mehr Men­schen ge­hen im Ru­he­stand ei­ner Be­schäf­ti­gung nach. An­ne­ma­rie Diehr frag­te De­nis Mc­gee, Spre­cher der Deut­schen Ren­ten­ver­si­che­rung Ber­lin-bran­den­burg, wel­che Re­geln für den Hin­zu­ver­dienst gel­ten.

Herr Mc­gee, was müs­sen Rent­ner, die sich et­was da­zu­ver­die­nen wol­len, be­ach­ten?

Na­tür­lich gibt es ei­ni­ge Re­geln, die zu be­ach­ten sind. Des­halb der wich­tigs­te Tipp: Wer wei­ter ar­bei­ten will, soll­te sich be­ra­ten las­sen. Wie viel Rent­ner zur ge­setz­li­chen Ren­te hin­zu­ver­die­nen dür­fen, oh­ne ih­ren Ren­ten­an­spruch zu ge­fähr­den, hängt vom Le­bens­al­ter ab. Wer be­reits die Re­gel­al­ters­gren­ze er­reicht hat, kann grund­sätz­lich un­be­grenzt hin­zu­ver­die­nen.

Gibt es ei­ne Ober­gren­ze für den Hin­zu­ver­dienst?

Wer schon vor Er­rei­chen der Re­gel­al­ters­gren­ze ei­ne Al­ters­ren­te er­hält, für den gel­ten beim Hin­zu­ver­dienst be­son­de­re Re­ge­lun­gen. Bis zum Er­rei­chen der Re­gel­al­ters­gren­ze dür­fen Rent­ner bis zu 6300 Eu­ro im Ka­len­der­jahr an­rech­nungs­frei zu ih­rer vor­ge­zo­ge­nen Al­ters­ren­te hin­zu­ver­die­nen. In wel­chem Zei­t­raum der Hin­zu­ver­dienst er­zielt wird, spielt da­bei kei­ne Rol­le. Da­mit sind Rent­ner fle­xi­bel und kön­nen zum Bei­spiel auch nur zu be­stimm­ten Zei­ten im Jahr ar­bei­ten. Wich­tig ist, dass je­de Er­werbs­tä­tig­keit dem Ren­ten­ver­si­che­rungs­trä­ger ge­mel­det wird.

Müs­sen Rent­ner Steu­ern zah­len?

Ent­ge­gen weit ver­brei­te­ter Mei­nung sind Ren­ten grund­sätz­lich ein­kom­men­steu­er- bzw. lohn­steu­er­pflich­tig. 2005 war der Start­schuss für die so­ge­nann­te „nach­ge­la­ger­te Be­steue­rung“. Das be­deu­tet: Al­les das, was Sie für die Al­ters­vor­sor­ge auf­wen­den, wird zu­neh­mend steu­er­frei. Da­für wer­den aber spä­ter Ih­re Ren­ten­ein­künf­te be­steu­ert. Das er­folgt in ei­ner Über­gangs­zeit von 35 Jah­ren. In der Re­gel ist die­se „nach­ge­la­ger­te Be­steue­rung“der Ren­te von Vor­teil: Die Auf­wen­dun­gen für die Al­ters­vor­sor­ge ver­rin­gern die Steu­er­be­las­tung wäh­rend der Be­rufs­jah­re.

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