Das ge­plan­te Geld wird wohl nicht rei­chen

Le­ser kri­ti­sie­ren den Um­fang der ge­plan­ten Maß­nah­men und for­dern nach­drück­li­che­re Ak­ti­vi­tä­ten zum Schutz der Na­tur.

Märkische Oderzeitung Frankfurt - - LESERBRIEF­E -

Die 54 Mil­li­ar­den Eu­ro für das Kli­ma­pa­ket sind wohl eher die zehn­pro­zen­ti­ge An­zah­lung für die Ge­samt­kos­ten bis 2038. Deutsch­land setzt we­ni­ger als drei Pro­zent der welt­wei­ten Co2-emis­sio­nen frei. Da­von kann aber nur knapp die Hälf­te ein­ge­spart wer­den, es sei denn, Deutsch­land wird wirt­schaft­lich um Jahr­hun­der­te zu­rück­ent­wi­ckelt. Mit Mil­lio­nen Ar­beits­lo­sen und ex­tre­men so­zia­len Un­ru­hen zur Fol­ge. Ei­ni­ge un­se­rer „Kli­maak­ti­vis­ten“wol­len dies wohl auch. Cha­os als Ziel.

Klaus Ram­son Ebers­wal­de

Als in den 70er-jah­ren die Öl­prei­se in die Hö­he schos­sen, da wa­ren die Men­schen über­zeugt: Die Vor­rä­te an fos­si­len Ener­gi­en ge­hen zu En­de, wir müs­sen spar­sam da­mit um­ge­hen, dass auch nach­fol­gen­de Ge­ne­ra­tio­nen et­was da­von ha­ben.

Das war plau­si­bel. Doch was ge­schah? Der Ver­brauch an Öl, Gas oder Koh­le ging bis heu­te un­ge­bremst nach oben, der er­war­te­te Peak, al­so der Punkt der Um­kehr, blieb bis­her aus, auch weil sich die Ener­gi­en re­al ver­bil­lig­ten, ja so­gar öl­för­dern­de Ent­wick­lungs­län­der in größ­te Fi­nanz­not ge­ra­ten sind.

Nun al­so soll der Kli­ma­wan­del uns über­zeu­gen. An den Weltener­gie­prei­sen ist das nicht ab­les­bar. Wäh­rend Deutsch­land wie­der mal Spit­zen­rei­ter sein will, schert sich die Welt we­nig um uns und sieht z. B. die Atom­kraft als bes­se­res In­stru­ment der „De­c­ar­bo­ni­sie­rung“an.

Hans-ot­to Ger­lach Berk­holz-mey­en­burg

Übe­r­all dort, wo der Wald ab­ge­holzt ist, wach­sen so­fort Wind­rä­der aus dem Bo­den. Wind­rä­der sind aber kein Er­satz für den Wald. Wind­rä­der schüt­zen den Bo­den nicht vor Aus­trock­nung, spen­den kei­nen Schat­ten, schaf­fen kei­nen Le­bens­raum für Tie­re und Pflan­zen, ver­hin­dern nicht die Ero­si­on und sind als Nah­er­ho­lungs­ge­biet nicht ge­eig­net.

Wind­rä­der sind nicht das Non­plus­ul­tra des Kli­ma­schut­zes und wenn we­gen der Wind­rä­der der so wich­ti­ge Wald ver­nich­tet wird, ha­ben Tie­re kei­nen Le­bens­raum mehr und wie schon lan­ge be­kannt sein müss­te, führt das Abst­er­ben des Wal­des, das in die­sem Fall ei­ne ge­ziel­te Ver­nich­tung ist, zu noch grö­ße­rer Hit­ze und Tro­cken­heit in den be­trof­fe­nen Ge­bie­ten. Die­ses Vor­ge­hen nutzt nur den Wind­rad­her­stel­lern, die gro­ße Ge­win­ne ma­chen.

Er­na Klein

Ber­lin

Kli­ma­schutz heißt letzt­lich we­ni­ger Ver­brauch für un­se­re roh­stoff­ab­hän­gi­ge Wirt­schaft. Je­der (Nicht-)kauf zählt. Das Pas­siv­haus si­chert lang­fris­tig Kühl- und Heiz­ener­gie. Ei­ne gro­ße Wind­an­la­ge spart uns jähr­lich bis 10 000 Ton­nen CO2. Zu ha­ben sind nor­ma­le Au­tos mit ei­ner drei vor dem Ver­brauchs­kom­ma. Es ist ein Bei­trag. Tech­nisch mach­bar sind ae­ro­dy­na­mi­sche Tan­dem­sit­zer un­ter vier kwh als Elek­tro bzw. un­ter ein Li­ter auf 100 km. Da­mit wä­ren Pend­ler vor­be­rei­tet auf drei Eu­ro für den Sprit. Jo­han­nes Lau­b­rock

Au­rich

Der Welt­kli­ma­rat hat sei­ne Auf­ga­ben ge­macht. Nun wä­ren auch die ein­zel­nen Län­der dran, zu re­agie­ren. Aber was macht die Bun­des­kanz­le­rin, die ja si­cher auch dar­an teil­ge­nom­men hat?

Sie steigt in ei­nes der bei­den Flug­zeu­ge ein, denn in ei­nem Flug­zeug hat sie ja mit An­ne­gret Kramp-kar­ren­bau­er ja nicht ge­nü­gend Platz, al­so mal schnell in zwei Kli­ma­zer­stö­rern bis nach New York in die USA.

Gun­ter Pröhl

See­low

Fo­to: Chris­to­phe Ga­teau/dpa

Pro­test hält an: Ak­ti­vis­ten der Kli­ma­be­we­gung „Ex­tinc­tion Re­bel­li­on“ha­ben wäh­rend ih­rer Ak­ti­ons­wo­che „Ber­lin blo­ckie­ren“die Zu­fahr­ten zum Gro­ßen Stern an der Sie­ges­säu­le blo­ckiert.

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