Kul­tur­lo­sig­keit und man­geln­der Re­spekt

Jus­tiz nimmt Be­schimp­fun­gen an Po­li­ti­ke­rin­nen und Po­li­ti­kern hin, oh­ne da­ge­gen vor­zu­ge­hen.

Märkische Oderzeitung Frankfurt - - LESERBRIEF­E -

Zu „Wer ei­ne Po­li­ti­ke­rin an­greift, greift den Staat an“(Aus­ga­be vom 5./6. Ok­to­ber):

Man muss po­li­tisch nicht ei­ner Mei­nung sein mit ei­ner Po­li­ti­ke­rin wie Re­na­te Kü­n­ast. Das bin ich auch nicht. Es zeugt aber von ei­ner bar­ba­ri­schen Kul­tur­lo­sig­keit und man­geln­dem Re­spekt, die­se im In­ter­net un­flä­tig zu be­schimp­fen.

Fas­sungs­los muss man sein, wenn Rich­ter sol­cher­art Be­schimp­fun­gen ei­ner Po­li­ti­ke­rin für hin­nehm­bar hal­ten. Auch die Kanz­le­rin wur­de bei ih­rem Be­such in Dres­den wi­der­li­chen Be­schimp­fun­gen und Hass­ti­ra­den von Pe­gi­da-leu­ten aus­ge­setzt. Aber es wer­den nicht nur Po­li­ti­ke­rin­nen an­ge­grif­fen, son­dern auch männ­li­che De­mo­kra­ten in ver­ant­wort­li­chen Po­si­tio­nen. Wo bleibt die wehr­haf­te De­mo­kra­tie, wenn die Po­li­zei kaum er­reich­bar ist und Rich­ter zu oft ei­nen Ku­schel­kurs be­trei­ben?

Hen­ning Höh­ne Schiff­müh­le

Fo­to: dpa

Re­na­te Kü­n­ast von Bünd­nis 90/ Die Grü­nen

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