Frau­en und schwe­re Ver­bre­chen

Eu­ro­päi­sche Straf­ver­fol­gungs­be­hör­de hofft mit neu­er Platt­form auf Er­fol­ge bei Fahn­dung nach Straf­tä­te­rin­nen.

Märkische Oderzeitung Frankfurt - - BLICK IN DIE WELT -

Den Haag.

Such­ak­ti­on mit Gru­sel­fak­tor: Die Eu-straf­ver­fol­gungs­be­hör­de Eu­ro­pol er­hofft sich von ei­ner neu­en in­ter­ak­ti­ven Platt­form wich­ti­ge Hin­wei­se auf den Ver­bleib der meist­ge­such­ten Straf­tä­te­rin­nen der EU. Die am Frei­tag ge­star­te­te Kam­pa­gne „Cri­me has no gen­der“(Kri­mi­na­li­tät hat kein Ge­schlecht) zielt zu­dem dar­auf ab, Men­schen für von Frau­en be­gan­ge­ne Ver­bre­chen zu sen­si­bi­li­sie­ren.

Oft trau­ten die Men­schen Frau­en schwe­re Straf­ta­ten nicht zu – da­bei sei­en die von ih­nen be­gan­ge­nen Ver­bre­chen „ge­nau­so schwer­wie­gend wie je­ne von Män­nern be­gan­ge­nen“, sag­te Eu­ro­pol-spre­che­rin Ti­ne Hol­le­vo­et in Den Haag. Die auf der Platt­form eu­most­wan­ted.eu/cri­me­has­no­gen­der auf­ge­führ­ten Straf­tä­te­rin­nen wer­den un­ter an­de­rem we­gen Mor­des, Men­schen- und Dro­gen­han­dels ge­sucht.

Ins­ge­samt sind auf der in düs­te­ren Far­ben ge­hal­te­nen Web­site die Ge­schich­ten von 21 von Eu-staa­ten ge­such­ten Men­schen auf­ge­lis­tet. 18 von ih­nen sind Frau­en. Nut­zer se­hen zu­nächst nur das Bild ei­nes mas­kier­ten Ver­däch­ti­gen, das sie an­kli­cken kön­nen. Wäh­rend des Her­un­ter­scrol­lens er­fah­ren sie, wes­halb der oder die Ver­däch­ti­ge ge­sucht wird. Erst ganz zum Schluss wird das Ge­schlecht der ge­such­ten Per­son ent­hüllt. Die Er­fah­rung zei­ge, dass die Wahr­schein­lich­keit, ei­nen flüch­ti­gen Kri­mi­nel­len zu schnap­pen, grö­ßer sei, wenn mehr Men­schen das Bild des Ge­such­ten sä­hen.

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