Mam­mo-mä­dels wer­ben für Prä­ven­ti­on

An­ge­stell­te des Ver­si­che­rungs­un­ter­neh­mens Ver­ti in Tel­tow wid­men sich ne­ben dem Job auch ih­rer Ge­sund­heit. Der Frei­tag stand im Zei­chen der Früh­er­ken­nung.

Märkische Oderzeitung Frankfurt - - BRANDENBUR­G - Von Andre­as Wendt

Ein Meer in Pink steht am Frei­tag vor der Kan­ti­ne des in Tel­tow (Pots­dam-mit­tel­mark) an­säs­si­gen Ver­si­che­rungs­un­ter­neh­mens Ver­ti am Stand der Mam­mo-mä­dels. Vor al­lem Mit­ar­bei­terin­nen sind dem Auf­ruf von Ge­sund­heits­coach Ju­lia Neu­bert ge­folgt, um an­läss­lich des In­ter­na­tio­na­len Brust­kreb­s­tags an die­sem Sonn­abend auf un­ge­wöhn­li­che Art ei­ne Krank­heit in den Fo­kus zu stel­len, an der nach An­ga­ben des Ro­bert-koch-in­sti­tuts (RKI) in Deutsch­land jähr­lich 17 500 Men­schen ster­ben.

Vie­le Ver­ti-be­schäf­tig­te sind in Pink ge­klei­det oder tra­gen ei­ne pin­ke Schlei­fe, um So­li­da­ri­tät mit von Brust­krebs be­trof­fe­nen Frau­en zu zei­gen und die The­ma­tik stär­ker ins öf­fent­li­che Be­wusst­sein zu rü­cken. Wie im ge­sam­ten Mapf­re-kon­zern, zu dem Ver­ti ge­hört. „Bei uns im Un­ter­neh­men gibt es auch er­krank­te Mit­ar­bei­ter, die we­gen Brust­krebs nicht zur Ar­beit kom­men kön­nen, oder Kol­le­gen, die die Krank­heit über­stan­den ha­ben“, sagt Fir­men­spre­che­rin Me­la­nie Schy­ja. Als Ge­sund­heits­be­ra­te­rin Ju­lia Neu­bert nach ei­ner Rad­tour mit den Ber­li­ner Ve­lo­nis­tas in Zeh­len­dorf In­for­ma­ti­ons­ma­te­ri­al der so­ge­nann­ten Mam­mo-mä­dels ent­deckt, lädt sie die bei­den Brust­krebs-vor­sor­ge-ex­per­tin­nen nach Tel­tow ein.

Co­rin­na Hein­rich und Vio­la Eich­holz sind die ein­zi­gen Mam­mo-mä­dels, die mit ih­rem Stand durch Deutsch­land tou­ren, auf­klä­ren und für Prä­ven­ti­on wer­ben. Vom An­drang bei Ver­ti in Tel­tow sind sie be­geis­tert. Die An­ge­stell­ten las­sen sich vor ei­ner rie­si­gen Pink­schlei­fe fo­to­gra­fie­ren und pos­ten ih­re Bil­der spä­ter auf Face­book oder Ins­ta­gram un­ter dem Hash­tag #gi­bacht­auf­dich. Co­rin­na Hein­rich zu­fol­ge sind vor al­lem Frau­en ab 50 ge­fähr­det. Des­halb steht ih­nen al­le zwei Jah­re ei­ne Brust­krebs-früh­er­ken­nung zu, die von der ge­setz­li­chen Kran­ken­kas­se ge­tra­gen wird und das To­des­ri­si­ko deut­lich mi­ni­miert. Auch das be­le­gen Zah­len des Ro­bert-koch-in­sti­tuts: Beim Mam­mo­gra­phie-scree­ning wer­den jähr­lich knapp 17 000 Kar­zi­no­me ent­deckt – und an­schlie­ßend be­han­delt. 81 Pro­zent da­von sei­en klei­ner als 20 Mil­li­me­ter.

Rund fünf Mil­lio­nen Frau­en wer­den all­jähr­lich zum Scree­ning-pro­gramm ein­ge­la­den, gut die Hälf­te nimmt das Vor­sor­gean­ge­bot auch wahr. Die Mam­mo-mä­dels wol­len, dass es noch mehr wer­den. „Wir klä­ren über die Vor- und Nach­tei­le des Scree­nings auf“, sagt Co­rin­na Hein­rich. Nach­tei­le gibt es auch: Ei­ne Über­the­ra­pie, Stress durch den noch nicht ab­ge­klär­ten Be­fund und die Strah­len­do­sis, der sich die Frau­en aus­set­zen müs­sen.

Ge­sund­heits­coach Ju­lia Neu­bert glaubt, mit den Mam­mo-mä­dels wie­der ein­mal das rich­ti­ge An­ge­bot un­ter­brei­tet zu ha­ben.

Fo­tos der Mit­ar­bei­ter mit Schlei­fe lan­den bei Ins­ta­gram un­ter #gi­bacht­auf­dich.

Kom­men­tar

Fo­to: Andre­as Wendt

Mit­ar­bei­ter des Ver­si­che­rungs­un­ter­neh­mens Ver­ti aus Tel­tow so­li­da­ri­sier­ten sich am Frei­tag mit an Brust­krebs er­krank­ten Frau­en und war­ben für das Mam­mo­gra­phie-scree­ning-pro­gramm.

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