So funk­tio­niert Kfz-re­cy­cling

Ver­wer­tungs­quo­te liegt mitt­ler­wei­le bei 95 Pro­zent pro Jahr

Märkische Oderzeitung Frankfurt - - HANDWERK UND GEWERBE -

Die meis­ten Au­tos tre­ten frü­her oder spä­ter ih­re letz­te Rei­se auf den Schrott­platz an. Dort wer­den sie al­ler­dings nicht ein­fach end­ge­la­gert, son­dern nach­hal­tig ver­wer­tet. Mit dem Alt­fahr­zeug­ge­setz von 1998 so­wie der Alt­fahr­zeug­ver­ord­nung von 2002 hat der Ge­setz­ge­ber die Grund­la­ge für ei­ne um­welt­ge­rech­te, res­sour­cen­scho­nen­de und ge­ord­ne­te Ver­wer­tung von Alt­fahr­zeu­gen ge­schaf­fen. Das mo­der­ne Kfz-re­cy­cling kann als Bei­spiel für ei­ne funk­tio­nie­ren­de Kreis­lauf­wirt­schaft her­an­ge­zo­gen wer­den. Laut des Bun­des­ver­ban­des Se­kun­där­roh­stof­fe und Ent­sor­gung (bv­se) ent­nimmt der zer­ti­fi­zier­te De­mon­ta­ge­be­trieb dem Alt­fahr­zeug zu­nächst die Be­triebs­flüs­sig­kei­ten, wie zum Bei­spiel Kraft­stoff, Öl, Kühl- und Brems­flüs­sig­keit. An­schlie­ßend baut er al­le wie­der­ver­wend­ba­ren Tei­le aus, die er In­ter­es­sen­ten vor Ort oder mit Hil­fe ver­schie­de­ner Platt­for­men als Er­satz­tei­le für ih­re Fahr­zeu­ge ver­kauft. Hier bie­tet sich so manch güns­ti­ge Ge­le­gen­heit für Hob­by­schrau­ber, Old- und Young­tim­er­freun­de kön­nen fün­dig wer­den. Wei­te­re ei­nem Ver­wer­tungs­pro­zess zu­zu­füh­ren­de Tei­le wer­den nach dem Aus­bau ge­trennt ge­sam­melt. Al­le Ein­zel­frak­tio­nen lei­tet der De­mon­ta­ge­be­trieb in öko­lo­gisch wert­vol­le so­wie öko­no­misch sinn­vol­le Ver­wer­tungs­we­ge. Die nach der De­mon­ta­ge ver­blei­ben­de Ka­ros­se wird als Vor­ma­te­ri­al zer­ti­fi­zier­ten Shred­der­an­la­gen über­las­sen. Mit Hil­fe des Shred­ders wer­den die zahl­rei­chen Ver­bund­tei­le ei­ner Ka­ros­se me­cha­nisch in ver­schie­de­ne Me­tall­frak­tio­nen ge­trennt.

Der Ge­samt­me­tal­l­an­teil be­trägt laut bv­se 75 bis 80 Pro­zent des In­puts. Der Shred­der­schrott ist ein hoch­wer­ti­ger und be­gehr­ter Roh­stoff für die Stahl­in­dus­trie. Die Nicht­ei­sen­me­tal­le fin­den nach wei­te­rer Auf­be­rei­tung den Weg in die Me­tall­ur­gie. Die rest­li­chen 20 bis 25 Pro­zent ent­fal­len dem Ent­sor­gungs­ver­band zu Fol­ge auf die so­ge­nann­ten Shred­der­rück­stän­de, wel­che noch­mals auf­be­rei­tet wer­den, um dar­aus die ver­wert­ba­ren Be­stand­tei­le zu­rück­zu­ge­win­nen. So er­rei­chen laut bs­ve De­mon­ta­ge- und Shred­der­be­trie­be ei­ne Re­cy­cling- und Ver­wer­tungs­quo­te von 95 Pro­zent pro Jahr. (bv­se)

Fo­to: bv­se

Ver­wert­ba­re Tei­le der Alt­fahr­zeu­ge wer­den ver­kauft, Be­triebs­flüs­sig­kei­ten um­welt­ge­recht ent­sorgt, die Ka­ros­se­rie wird ge­schred­dert und in der Stahl­in­dus­trie so­wie der Me­tall­ur­gie wie­der­ver­wen­det.

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