Kunst­fes­ti­val fei­ert Ju­bi­lä­um

In Słu­bice und Frank­furt fei­er­te „La­b­i­rynt“am Wo­che­n­en­de Ju­bi­lä­um. Jetzt be­spre­chen die Or­ga­ni­sa­to­ren sei­ne Zu­kunft.

Märkische Oderzeitung Frankfurt - - VORDERSEIT­E -

In Frank­furt und Słu­bice fei­er­te das Fes­ti­val La­b­i­rynth am Wo­che­n­en­de Ju­bi­lä­um. Un­ter an­de­rem be­geis­ter­ten in der Frie­dens­kir­che Zau­be­rei­en auf dem Xy­lo­fon die Zu­hö­rer. Die Or­ga­ni­sa­to­ren re­den jetzt über die Zu­kunft des Fes­ti­vals.

Frank­furt/słu­bice. Ste­hen­den Ap­plaus gab es Sonn­abend­abend beim Frank­furt-słu­bi­cer Fes­ti­val für mo­der­ne Kunst „La­b­i­rynt“. Ka­mil Ka­me­l­i­ta hat­te die Zu­schau­er in der Frie­dens­kir­che auf sei­nem Xy­lo­fon re­gel­recht ver­zau­bert. Die alt­ehr­wür­di­ge Kir­che bot für sei­ne mu­si­ka­li­sche Per­for­mance den per­fek­ten Ort, eben­so für Det­lef Schwei­gers „kreuz spec­tra­le“aus Hun­der­ten CDS, die in al­len mög­li­chen Far­ben schim­mer­ten. Kurz zu­vor, im Pack­hof, lob­te Bir­git Boß­dorf das Kunst­fes­ti­val mit sei­nen vie­len Aus­stel­lun­gen an ver­schie­de­nen Or­ten. „Es ist wirk­lich viel­fäl­tig, man muss nur aus der Haus­tür ge­hen und be­kommt Welt­kunst ge­bo­ten“. Kustos Ar­min Hau­er war im Pack­hof zwar be­ruf­lich un­ter­wegs, weil zum zwei­ten Mal das bran­den­bur­gi­sche Lan­des­mu­se­um für mo­der­ne Kunst Räu­me zur Ver­fü­gung stell­te. Ei­nen Ein­druck vom Fes­ti­val mach­te er sich na­tür­lich trotz­dem. „Fas­zi­nie­rend, wie viel­fäl­tig und viel­ge­stal­tig sich das ‚La­b­i­rynt’ mit un­se­rer Ge­gen­wart be­schäf­tigt“, lob­te er.

Im Vor­feld lud das Kunst­fes­ti­val zum Mit­ma­chen ein, mit sei­ner Aka­de­mie, die Be­su­cher Micha­el Cla­sen schon seit 2011 be­sucht. Am Sonn­abend wur­den in der Volks­hoch­schu­le die Er­geb­nis­se der Work­shops ge­zeigt. „Ich fo­to­gra­fie­re gern und die Zu­sam­men­ar­beit mit den ver­schie­de­nen Künst­lern ha­ben mich kon­zep­tio­nell auf die nächs­te Ebe­ne ge­bracht“, so der Frank­fur­ter.

„Das Ni­veau ist fast nicht mehr zu top­pen“, sag­te Grün­der Jer­zy Olek am Ran­de des Fes­ti­vals. Ge­ra­de das al­ler­dings be­rei­te ihm et­was Sor­ge. „Ir­gend­wann ist bei sol­chen Fes­ti­vals, wie auch bei der Bi­en­na­le in Ve­ne­dig oder Do­cu­men­ta in Kas­sel, der Hö­he­punkt er­reicht. Dann be­steht die Ge­fahr, dass es schlech­ter wird.“Des­we­gen soll nach dem „La­b­i­rynt“mit den Or­ga­ni­sa­to­ren An­na Pa­n­ek Kusz und Micha­el Kurz­wel­ly über die Zu­kunft des Fes­ti­vals dis­ku­tiert wer­den. „Na­tür­lich soll das Fes­ti­val wei­ter be­ste­hen“, ver­si­cher­te er.

Ver­dienst­kreuz wei­ter­ge­ge­ben

„Mit die­ser der­zei­ti­gen Grö­ße sind wir or­ga­ni­sa­to­risch, aber auch fi­nan­zi­ell, an un­se­rer Gren­ze“, be­stä­tig­te auch Kurz­wel­ly. Mit et­wa 100 Künst­lern sei der Auf­wand im­mens, ob­wohl al­le Künst­ler oh­ne Ho­no­rar mit­ma­chen. Ins­ge­samt war er mit dem Zu­schau­er­zu­spruch zu­frie­den. Auch das Ob­jekt in der Ro­bert-ha­ve­mann-stra­ße, das als in­ter­kul­tu­rel­les Zen­trum im Ge­spräch ist, sei ein tol­ler Aus­stel­lungs­ort ge­we­sen.

Am Sonn­tag ging das Fes­ti­val mit ei­nem Hap­pe­ning in Urad zu En­de, bei dem Kurz­wel­ly sein kürz­lich er­hal­te­nes Bun­des­ver­dienst­kreuz sym­bo­lisch als Dan­ke­schön an vie­le Słub­fur­ter Weg­ge­fähr­ten wie et­wa an Kr­zy­sz­tof Wo­jciechow­ski, Ver­wal­tungs­di­rek­tor des Col­le­gi­um Po­lo­ni­cum, wei­ter­gab. rmk

Fo­to: Re­né Matsch­ko­wi­ak

Ka­mil Kar­me­l­i­ta ver­zau­ber­te beim Kunst­fes­ti­val La­b­i­rynt auf sei­nem Xy­lo­fon die Zu­hö­rer in der Frie­dens­kir­che.

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