Tipps zum Ener­gie­spa­ren beim Hei­zen

Bis zu 20 Pro­zent der Heiz­kos­ten kön­nen mit ein paar ein­fa­chen Maß­nah­men ver­mie­den wer­den. Acht Tipps von Ex­per­ten.

Märkische Oderzeitung Frankfurt - - VORDERSEIT­E - Von Ca­ro­li­ne Strang

Ener­gie­spa­ren ist seit Lan­gem das Ge­bot der St­un­de, nicht nur um Kos­ten in der Haus­halts­kas­se zu spa­ren. Auch dem arg ge­beu­tel­ten Kli­ma tun Maß­nah­men in die­ser Rich­tung gut. Ex­per­ten ge­ben acht Tipps für das Spa­ren beim Hei­zen.

Es wird kalt. Über­all er­wa­chen die Heiz­kör­per glu­ckernd zum Le­ben. Doch Hei­zen ist teu­er und be­las­tet die Um­welt. Wie kann man Kos­ten spa­ren und die Kli­ma­bi­lanz ver­bes­sern? Acht Tipps von Ex­per­ten und Ver­brau­cher­schutz, die schnell zu ei­nem bes­se­ren Er­geb­nis füh­ren.

1 Ein­stel­lun­gen über­prü­fen und Heiz­kör­per ent­lüf­ten

Als Vor­be­rei­tung auf den Win­ter emp­fiehlt Iris Ege, Ener­gie­be­ra­te­rin bei der Ver­brau­cher­zen­tra­le Ba­den-würt­tem­berg, die Ein­stel­lun­gen ge­nau zu über­prü­fen. Zu wel­chen Zei­ten wel­che Tem­pe­ra­tu­ren ein­ge­stellt sind zum Bei­spiel. Die Nacht­ab­sen­kung soll­te nicht mehr als drei Grad Un­ter­schied zur Ta­ge­s­tem­pe­ra­tur aus­ma­chen. Sonst wird mehr Ener­gie zum Auf­hei­zen am Mor­gen be­nö­tigt. Au­ßer­dem emp­fiehlt sie ei­nen Blick auf die Rohr­lei­tun­gen im Kel­ler. Da gibt es ei­ne Faust­re­gel: „Die Däm­mung ist aus­rei­chend, wenn sie min­des­tens so dick die die Hei­zungs­roh­re ist.“Wenn Heiz­kör­per nicht rich­tig warm wer­den und Glu­cker­ge­räu­sche zu hö­ren sind, ist Luft ins Sys­tem ge­langt. Da­durch wird deut­lich mehr Ener­gie be­nö­tigt, um ei­nen Raum zu hei­zen. Ab­hil­fe schafft die Ent­lüf­tung mit ei­nem Ent­lüf­ter­schlüs­sel.

2 Heiz­kör­per frei­hal­ten

Ein Schrank vor der Hei­zung oder die schwe­re Gar­di­ne hängt dar­über: Heiz­kör­per kön­nen ih­re Wär­me nur kom­plett ab­ge­ben, wenn sie nicht zu­ge­stellt oder zu­ge­hängt sind.

3 Raum­tem­pe­ra­tur sen­ken

Grund­sätz­lich gilt: „Je­des Grad we­ni­ger Raum­tem­pe­ra­tur spart sechs Pro­zent an Heiz­kos­ten“, wie die Ex­per­tin sagt. Für ver­schie­de­ne Zim­mer im Haus gibt es un­ter­schied­li­che Tem­pe­ra­tu­ren, die von Ex­per­ten emp­foh­len wer­den. So soll­te in Wohn­räu­men die Zim­mer­tem­pe­ra­tur bei rund 20 Grad lie­gen. Kin­der­zim­mer und Bad kön­nen et­was wär­mer sein. Im Schlaf­zim­mer da­ge­gen sind küh­le 15 bis 16 Grad gut für Ge­sund­heit und Geld­beu­tel, eben­so in der Kü­che.

4 Rich­tig lüf­ten

Die wich­tigs­te Re­gel lau­tet: Stoß­lüf­ten, nicht Kipp­lüf­ten. Das heißt, dass die Fens­ter kom­plett ge­öff­net wer­den. Iris Ege weist dar­auf hin: „Lie­ber öf­ters lüf­ten und nicht so lang. Bei Mi­nus­tem­pe­ra­tu­ren nicht mehr als fünf Mi­nu­ten.“So wird die Luft im Raum schnell aus­ge­tauscht, oh­ne dass die Wän­de in­nen aus­küh­len.

5 Fens­ter und Tü­ren ab­dich­ten

Un­dich­te Fens­ter oder Au­ßen­tü­ren sor­gen für Zug­luft und Wär­me­ver­lust. Es gibt ei­nen ein­fa­chen Test. Da­zu klemmt man ein Blatt Pa­pier zwi­schen Fens­ter­rah­men und Fens­ter­flü­gel ein. Falls sich das Pa­pier bei ge­schlos­se­nem Rah­men nicht her­aus­zie­hen lässt, ist das Fens­ter an die­ser Stel­le dicht ge­nug.

6 Hei­zen auch bei Ab­we­sen­heit

Fällt die Tem­pe­ra­tur in ei­nem Raum un­ter zwölf Grad, braucht es viel Zeit und Ener­gie, den Raum wie­der warm zu be­kom­men. Au­ßer­dem droht Schim­mel­be­fall, wenn län­ger­fris­tig zu we­nig ge­heizt wird. Feuch­tig­keit kon­den­siert an kal­ten Wän­den. Die Raum­tem­pe­ra­tur soll­te im Nor­mal­fall nicht län­ger­fris­tig un­ter 15 Grad fal­len – auch nicht, wäh­rend man im Ur­laub ist.

7 Tü­ren zu we­nig be­heiz­ten Räu­men schlie­ßen

Es klingt ein­fach, wird aber oft ver­ges­sen: Tü­ren zu Räu­men, die we­nig be­heizt wer­den, soll­ten ge­schlos­sen wer­den. Sonst küh­len Zim­mer, die warm blei­ben sol­len, aus, wäh­rend an­de­re Räu­me un­nö­tig er­wärmt wer­den.

8 Tep­pi­che aus­le­gen

Auch wenn Tep­pi­che gar nichts an der tat­säch­li­chen Raum­tem­pe­ra­tur än­dern, spie­len sie trotz­dem ei­ne Rol­le. Denn da­durch ver­än­dert sich das Käl­te­emp­fin­den ei­nes Men­schen. Ex­per­ten ha­ben er­mit­telt, dass ein Raum um bis zu zwei Grad wär­mer emp­fun­den wird, wenn dar­in Tep­pi­che lie­gen. Das hat laut Ege mit der Be­hag­lich­keit zu tun. Al­ler­dings sei das Aus­le­gen von Tep­pi­chen ei­ne kurz­fris­ti­ge Maß­nah­me. Oft hel­fe es län­ger­fris­tig, die Kel­ler­de­cke zu däm­men.

Fo­to: dpa

Ein klei­ner Dreh kann beim Ener­gie­spa­ren hel­fen.

*Holz, Holz­pel­lets und an­de­re

GRA­FIK PE­TERS / QU­EL­LE: DPA

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