Nach­hal­ti­gen An­lei­hen fehlt De­fi­ni­ti­on

Feh­len­de Kri­te­ri­en brem­sen laut No­ten­bank In­ves­ti­tio­nen in Gre­en Bonds. Ihr An­teil liegt bei nur drei Pro­zent.

Märkische Oderzeitung Frankfurt - - WIRTSCHAFT -

Das The­ma Nach­hal­tig­keit steckt am Fi­nanz­markt hier­zu­lan­de nach An­sicht der Bun­des­bank noch in den Kin­der­schu­hen. Ein Grund laut dem Mo­nats­be­richt der No­ten­bank: feh­len­de ak­zep­tier­te De­fi­ni­tio­nen von „grün“und „nach­hal­tig“. Da­her sei auch un­klar, „wie sich das in der jün­ge­ren Ver­gan­gen­heit be­ob­ach­te­te star­ke Markt­wachs­tum wei­ter­ent­wi­ckelt“.

Nach An­ga­ben der No­ten­bank ist das nach­hal­ti­ge In­ves­ti­ti­ons­vo­lu­men in Deutsch­land von 2014 bis 2018 um über 70 Pro­zent ge­stie­gen. Den­noch spiel­ten nach­hal­ti­ge Geld­an­la­gen „ins­ge­samt noch ei­ne eher klei­ne Rol­le“. So lie­ge der An­teil nach­hal­ti­ger Geld­an­la­gen am deut­schen Markt bei we­ni­ger als drei Pro­zent.

Bei Gre­en Bonds lag das Vo­lu­men in Deutsch­land laut Bun­des­bank 2018 bei rund sechs Mil­li­ar­den Eu­ro und hat sich im ers­ten Halb­jahr 2019 auf die­sem Ni­veau ein­ge­pen­delt. Wäh­rend an­de­re Staa­ten wie Po­len, Frank­reich oder Bel­gi­en be­reits grü­ne Staats­an­lei­hen auf­ge­legt ha­ben, hinkt der Bund noch hin­ter­her. Der­zeit prüft die Deut­sche Fi­nanz­agen­tur für den Bund die Emis­si­on ei­ner grü­nen oder nach­hal­ti­gen Bun­des­an­lei­he. In­zwi­schen be­lau­fe sich der Be­stand an Grü­nen An­lei­hen in der EU En­de 2018 auf knapp 73 Mil­li­ar­den Eu­ro nach nur 700 Mil­lio­nen Eu­ro En­de 2013. Rolf Obert­reis

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