Ma­rio Drag­his letz­tes Rats­tref­fen

Der schei­den­de No­zen­bank­chef ver­weist auf die nied­ri­ge In­fla­ti­on und schwa­ches Wirt­schafts­wachs­tum.

Märkische Oderzeitung Frankfurt - - WIRTSCHAFT -

Die Eu­ro­päi­sche Zen­tral­bank (EZB) hat nach ih­rem letz­ten Rats­tref­fen un­ter dem Prä­si­den­ten Ma­rio Draghi die Leit­zin­sen un­ver­än­dert ge­las­sen und an ih­rem An­lei­he­kauf­pro­gramm von No­vem­ber an fest­ge­hal­ten. Der Ein­la­ge­zins für Ban­ken be­trägt wei­ter­hin mi­nus 0,5 Pro­zent.

Der zen­tra­le Leit­zins von 0,0 Pro­zent bleibt un­ver­än­dert, er liegt seit März 2016 dort. Für kurz­fris­ti­ge Ka­pi­tal­sprit­zen und Über­nacht­kre­di­te wer­den wie bis­her 0,25 Pro­zent Zin­sen fäl­lig. Die Maß­nah­men sei­en an­ge­sichts wei­ter schwa­chen Wirt­schafts­wachs­tums und ei­ner In­fla­ti­on in der Eu­ro­zo­ne von zu­letzt 0,8 Pro­zent not­wen­dig, sag­te Draghi.

Der EZB-RAT er­war­tet, dass die Zins­sät­ze nicht stei­gen, be­vor die mit­tel­fris­ti­gen In­fla­ti­ons­er­war­tun­gen dem Ziel von knapp un­ter 2 Pro­zent „aus­rei­chend na­he“kom­men, sag­te Draghi. Die EZB sei „in je­dem Fall be­reit, al­le ih­re Mit­tel so­weit er­for­der­lich an­zu­pas­sen“. Wirt­schaft­li­che Ver­bes­se­run­gen hät­ten ne­ga­ti­ve Ne­ben­ef­fek­te nied­ri­ger Zin­sen bis­lang „mehr als aus­ge­gli­chen“.

Recht­fer­tigt die Zins­po­li­tik: Ezb-prä­si­dent Ma­rio Draghi.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.