Ei­ser­ne Rei­se­grup­pe will be­ste­hen

Die Kö­pe­ni­cker ge­hen oh­ne Angst ins Du­ell am Sonn­abend beim Deut­schen Meis­ter Bay­ern München. Drei Ta­ge spä­ter folgt das Po­kal­spiel der 2. Run­de beim SC Frei­burg.

Märkische Oderzeitung Frankfurt - - SPORT - Von Gun­nar Gün­ter

Die Ei­ser­nen den­ken nicht ans Ein­kni­cken, wenn sie am Sonn­abend in der Fuß­ball-bun­des­li­ga in München ge­gen die Bay­ern zum ers­ten Mal als Erst­li­gist in der Wm-are­na auf­lau­fen. „In die­sem Jahr ist für uns al­les Pre­mie­re“, sagt Urs Fi­scher, der Trai­ner des 1. FC Uni­on Berlin, recht ge­las­sen.

Die Wuhl­hei­der müs­sen sich in München kei­nes­wegs ver­lo­ren vor­kom­men, denn 7500 Fans rei­sen mit. Da am Di­ens­tag das Po­kal­spiel beim SC Frei­burg an­steht, kommt die Mann­schaft gar nicht erst nach Hau­se, son­dern hält sich zu ei­nem Mi­ni-trai­nings­la­ger im Sü­den auf. Des­halb nimmt der Trai­ner 25 Spie­ler mit auf die Rei­se.

Die Fra­ge lau­tet: Wie stoppt man Le­wan­dow­ki?

Nach dem 2:0-Sieg über Frei­burg herrsch­te in der Al­ten Förs­te­rei ei­ne auf­ge­räum­te At­mo­sphä­re. „Es hat Spaß ge­macht, mit der Mann­schaft zu ar­bei­ten“, be­fand Fi­scher. Nun lau­tet ei­ne al­te Weis­heit „ne­ver chan­ge a win­ning team“. „Na­tür­lich kön­nen wir uns an sol­che Sprü­che hal­ten. Es ist aber auch mög­lich, et­was zu än­dern. Wir müs­sen näm­lich ver­su­chen, die Bay­ern zu Feh­lern zu zwin­gen.“

Ge­gen den Re­kord­meis­ter ist Ro­bust­heit ge­fragt und ein Re­zept, wie Robert Le­wan­dow­ski in sei­nem Tor-drang ein­ge­engt wer­den kann. „Wir müs­sen als Mann­schaft agie­ren, wenn den­noch Eins-zu-eins-si­tua­tio­nen mit Le­wan­dow­ski ent­ste­hen, dür­fen wir den Mut nicht ver­lie­ren“, meint

Fi­scher und hofft in­ner­lich si­cher, dass es mög­lichst sel­ten, am bes­ten gar nicht zu sol­chen Si­tua­tio­nen mit dem pol­ni­schen Edel­stür­mer kommt.

Die Ei­ser­nen müs­sen nach An­sicht ih­res Trai­ners vor al­lem ver­su­chen, die Bay­ern nicht in Schwung kom­men zu las­sen. „Denn wenn die Münch­ner Fahrt auf­neh­men, zei­gen sie ih­re gan­ze Qua­li­tät. Er­in­nert sei nur an Tot­ten­ham.“Die En­g­län­der hat­ten am 1. Ok­to­ber in der Cham­pi­ons Le­ague zu Hau­se ge­gen Bay­ern 2:7 ver­lo­ren.

Ge­dan­ken an ein der­ar­ti­ges Er­geb­nis schiebt Fi­scher von sich. „Wir ha­ben ei­ne gu­te Bank. Ge­gen Frei­burg konn­ten wir be­wei­sen, dass von dort durch­aus Druck kom­men kann. Un­se­re Ein­wechs­ler Kroos, Ujah und Mees wa­ren so­fort im Spiel und ga­ben der Mann­schaft noch ein­mal Im­pul­se.“

Der Uni­on-coach schließt ei­ne ge­wis­se Ro­ta­ti­on bei den Spie­len in München, am Di­ens­tag im Po­kal beim SC Frei­burg und schließ­lich nächs­ten Sonn­abend ge­gen Her­tha nicht aus, meint aber: „Ein Pro­fi­fuß­bal­ler muss ei­ne eng­li­sche Wo­che aus­hal­ten.“Mit Sebastian An­ders­son und Sebastian Pol­ter hat er zwei wuch­ti­ge Sturm­spit­zen zur Ver­fü­gung. „Ich ha­be da auch schon so ei­ne Idee“, sagt der Trai­ner und grient: „Die be­hal­te ich aber für mich.“Auch wenn die Bay­ern in die­ser Sai­son schon mehr­fach schwä­chel­ten, glau­ben die Kö­pe­ni­cker nicht an ei­nen ver­un­si­cher­ten Geg­ner. „Ich bin mir nicht si­cher, ob dort wirk­lich ei­ne sol­che Un­ru­he herrscht. Die wis­sen, was sie wol­len“, sag­te Fi­scher. „Die wer­den nicht ängst­lich auf­tre­ten, sie wol­len das Spiel ge­win­nen. Die ken­nen das, das wird die nicht aus der Bahn wer­fen.“mit dpa

Foto: Mat­thi­as Koch/imago images

Mit Spaß an der Sa­che, aber den­noch voll kon­zen­triert: die bei­den Unio­ner Mau­rice Ar­co­nes Op­fer­mann(links) und Ant­ho­ny Ujah im Trai­ning an der Al­ten Förs­te­rei

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