Chef­su­che wird zum La­ger­du­ell

Gey­witz und Scholz tre­ten in Stich­wahl ge­gen Es­ken und Wal­ter-bor­jans an

Märkische Oderzeitung Frankfurt - - VORDERSEIT­E - Dpa

Ber­lin.

Das Ren­nen um den Spd-vor­sitz wird im­mer mehr zur Grund­satz­ent­schei­dung über die Zu­kunft der gro­ßen Ko­ali­ti­on. In ei­ner Stich­wahl tre­ten in den kom­men­den Wo­chen zwei grund­ver­schie­de­ne Be­wer­ber­teams ge­gen­ein­an­der an: die Gro­ko-be­für­wor­ter Olaf Scholz und Kla­ra Gey­witz ge­gen die Gro­ko-skep­ti­ker Nor­bert Wal­ter-bor­jans und Sas­kia Es­ken.

Vom 19. bis 29. No­vem­ber kön­nen rund 425 000 Spd-mit­glie­der noch ein­mal ab­stim­men, wer ih­re Par­tei künf­tig füh­ren soll.

Die ers­te Run­de des Mit­glie­der­vo­tums war am Sonn­abend denk­bar knapp aus­ge­gan­gen. Fi­nanz­mi­nis­ter Scholz und die Bran­den­bur­ge­rin Gey­witz er­hiel­ten knapp 22,7 Pro­zent der gül­ti­gen Stim­men, Nord­rhein-west­fa­lens

frü­he­rer Fi­nanz­mi­nis­ter Wal­ter-bor­jans und die Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Es­ken gut 21 Pro­zent. Bei­de Du­os konn­ten sich et­was von den an­de­ren vier Be­wer­ber­teams ab­set­zen, die auf 9,6 bis 16,3 Pro­zent der Stim­men ka­men. Der un­ter­le­ge­ne Par­tei­vi­ze Ralf Steg­ner, der mit sei­ner Part­ne­rin Ge­si­ne Schwan den letz­ten Platz be­leg­te, be­zeich­ne­te sein Re­sul­tat als „ehr­li­ches Er­geb­nis“.

Nach der Stich­wahl, de­ren Er­geb­nis am 30. No­vem­ber ver­kün­det wer­den soll, muss ein Par­tei­tag den Ge­win­ner of­fi­zi­ell be­stä­ti­gen. Auf dem glei­chen Kon­vent will die SPD über die Fort­set­zung der gro­ßen Ko­ali­ti­on ab­stim­men. Ei­ne Ten­denz schwer her­aus­zu­le­sen.

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