Er ist zu­rück

Märkische Oderzeitung Frankfurt - - THEMEN DES TAGES/POLITIK -

Nach der Nie­der­la­ge

ge­gen AKK auf dem Cdu-par­tei­tag vor ei­nem Jahr war es vor­über­ge­hend ein we­nig stil­ler um ihn ge­wor­den. Das ist vor­bei: Fried­rich Merz ist zu­rück und zwar mit Wucht. Auf Twit­ter, in In­ter­views und mit Ein­wür­fen von al­len Sei­ten macht er un­ver­hoh­len klar, was er vom ak­tu­el­len Re­gie­rungs­kurs hält:

Dass Mer­kel bis 2021 bleibt, geht ein­fach nicht.

gar nichts; und wie sich das än­dern könn­te: mit ihm als Bun­des­kanz­ler näm­lich. Dass Mer­kel wie vor­ge­se­hen bis 2021 bleibt, „das geht ein­fach nicht“, ver­kün­de­te er nach der ver­lo­re­nen Thü­rin­gen-wahl.

Merz’ Am­bi­tio­nen, erst die Kanz­ler­kan­di­da­tur und dann wohl auch den Par­tei­vor­sitz zu über­neh­men, ste­hen aber ei­ni­ge Hin­der­nis­se im Weg. Zum ei­nen die Ver­fas­sung, die in die­ser Hin­sicht auf Sei­ten Mer­kels ist. Zum an­de­ren bringt Merz zwar ei­ne Hal­le vol­ler Uni­ons-nach­wuchs zum To­ben, ob er aber die Ge­samt­par­tei hin­ter sich ver­sam­meln kann, ist of­fen. Ei­ne ech­te Macht­ba­sis hat er in der CDU nicht, er wä­re drin­gend auf die Un­ter­stüt­zung sei­nes Nrw-kol­le­gen La­schet an­ge­wie­sen. Der aber hat wo­mög­lich ei­ge­ne Plä­ne. Merz muss nun al­so die Din­ge in Be­we­gung und sich im Ge­spräch hal­ten. Still wird er nicht mehr wer­den.

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