DAS NEUE AL­BUM DER WO­CHE

Märkische Oderzeitung Frankfurt - - KULTUR -

Mehr als 30 Jah­re nach sei­nem Durch­bruch mit „Ne­ver Gon­na Gi­ve You Up“und an­de­ren Eu­ro­dance-singles muss sich Rick Ast­ley (53) längst nicht mehr als kurz­le­bi­ges Zeit­geist-phä­no­men ver­ste­cken. Nach den frü­hen, von der Hit-fa­brik Stock-ait­ken-wa­ter­man ge­präg­ten Jah­ren hat der En­g­län­der mit der mar­kan­ten Ba­ri­ton-stim­me zwar die Schat­ten­sei­ten des Pop­ge­schäfts ken­nen­ge­lernt – in den 90er-jah­ren war er mit sei­nem bra­ven Image kom­plett ab­ge­mel­det. Doch in­zwi­schen hat Ast­ley sich mit be­acht­li­chen, selbst­kom­po­nier­ten Al­ben zu­rück ins Ram­pen­licht ge­hieft. Die Aus­wahl „The Best Of Me“do­ku­men­tiert auf zwei CDS die­sen er­staun­li­chen Kar­rie­re­weg, der erst im zwei­ten An­lauf zu ei­ner glück­li­chen Iden­ti­tät als selbst­be­stimm­ter Künst­ler ge­führt hat. Die no­to­ri­schen frü­hen Hits sind hier eben­so ver­tre­ten wie Songs von den Al­ben „50“(2016) und „Be­au­ti­ful Li­fe“(2018). Da­bei wan­dert Ast­ley qua­si zwei­mal durch sei­ne Ver­gan­gen­heit: CD 1 bie­tet gro­ße Er­fol­ge in den be­kann­ten Fas­sun­gen, CD 2 ent­hält „reim­agi­nier­te“, un­ge­wöhn­lich ar­ran­gier­te Neu­ein­spie­lun­gen aus al­len Pha­sen. Und die sind gar nicht übel; sie zei­gen ei­nen ge­reif­ten In­ter­pre­ten, der ne­ben sei­nen ge­sang­li­chen und kom­po­si­to­ri­schen Fä­hig­kei­ten auch an der Fi­li­gra­n­ar­beit im Stu­dio Ge­fal­len ge­fun­den hat. Rick Ast­ley steht heu­te für sou­li­gen Er­wach­se­nen­pop oh­ne auf­dring­li­che At­ti­tü­de. bkr

Rick Ast­ley: „The Best Of Me“, 2 CDS (Bmg/war­ner)

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.