Tipps ge­gen Ba­by-bauch­weh

Drei­mo­nats­ko­li­ken: Was El­tern tun kön­nen

Märkische Oderzeitung Frankfurt - - WER HEILT WAS? - Fo­to: ©Alo­ha­ha­waii/shut­ter­stock.

Klei­ne Ba­bys ha­ben oft Bauch­weh, vor al­lem in den ers­ten Mo­na­ten des Le­bens. Die so­ge­nann­ten Drei­mo­nats­ko­li­ken be­gin­nen manch­mal schon zwei Wo­chen nach der Ge­burt - und kos­ten El­tern und Nach­wuchs je­de Men­ge Kraft und Ner­ven. Vor­bei ist der Spuk meist nach drei Mo­na­ten, da­her auch der Na­me. Manch­mal bleibt das Bauch­weh aber auch ein hal­bes Jahr, wie die Bun­des­zen­tra­le für ge­sund­heit­li­che Auf­klä­rung (BZGA) er­klärt.

In vie­len Fäl­len kommt der Schmerz am frü­hen Abend. El­tern er­ken­nen Bauch­weh zum Bei­spiel dar­an, dass ihr Kind die Bei­ne ab­wech­selnd an­zieht und streckt, schreibt die „Jun­ge Fa­mi­lie“(Aus­ga­be 5/2019). Die Zeit­schrift hat Tipps ge­sam­melt, mit de­nen sich die Ko­li­ken lin­dern las­sen: 1. Wär­me: Ein Kirsch­kern­säck­chen, ei­ne Wärm­fla­sche oder auch ein Bad ma­chen die Blä­hun­gen er­träg­li­cher. Wich­tig da­bei: Zu heiß darf es nicht sein, gleich­mä­ßi­ge Wär­me hilft am bes­ten. Al­ter­na­tiv kön­nen El­tern ihr Kind mas­sie­ren, in­dem sie mit dem Fin­ger im Uhr­zei­ger­sinn um sei­nen Bauch­na­bel krei­sen.

2. Nä­he: Ba­bys mit Blä­hun­gen füh­len sich im so­ge­nann­ten Flie­ger­griff - bäuch­lings auf Ma­mas oder Pa­pas Un­ter­arm al­so - oft am wohls­ten. Ku­scheln im Tra­ge­tuch be­ru­higt eben­falls und re­du­ziert die Zahl der Blä­hun­gen. 3. Nah­rung: Ge­ra­de Ba­bys, die zu Ko­li­ken nei­gen, soll­ten El­tern re­gel­mä­ßig und recht­zei­tig füt­tern. Denn hung­ri­ge Ba­bys trin­ken has­tig und schlu­cken zu viel Luft. Pau­sen für Bäu­er­chen wäh­rend der Mahl­zeit ver­hin­dern, dass sich zu viel Luft im Bauch sam­melt und dort Blä­hun­gen ver­ur­sacht. Und bei Fläsch­chen soll­te das Loch im Sau­ger nicht zu groß sein - sonst ge­langt eben­falls Luft in den Ma­gen.

Hel­fen sol­che Tricks gar nicht, kön­nen El­tern sich auch an den Arzt oder Apo­the­ker wen­den. Es gibt ver­schie­de­ne Mit­tel und Me­di­ka­men­te ge­gen die Schmer­zen und die Ver­dau­ungs­pro­ble­me. Wich­tig: Längst nicht je­des Dau­er­ge­schrei ist ein Zei­chen für Bauch­schmer­zen - laut BZGA ist das nur bei fünf Pro­zent der so­ge­nann­ten Schreiba­bys der Fall. El­tern sol­cher Kin­der soll­ten sich da­her recht­zei­tig Hil­fe ho­len, zum Bei­spiel in ei­ner Schrei­am­bu­lanz oder bei an­de­ren Be­ra­tungs­stel­len für El­tern.

(dpa)

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