Vor­sor­ge ist der bes­te Schutz

Märkische Oderzeitung Frankfurt - - WER HEILT WAS? -

Bei neun von zehn blin­den oder stark seh­be­hin­der­ten Men­schen ist die Be­hin­de­rung Fol­ge ei­ner Er­kran­kung. Um­so wich­ti­ger ist es, die Au­gen re­gel­mä­ßig un­ter­su­chen zu las­sen und die Seh­kraft mög­lichst lan­ge zu er­hal­ten. Dar­auf weist das Ku­ra­to­ri­um Gu­tes Se­hen e.v. hin. Vor al­lem der Grü­ne Star (Glau­kom) und die al­ters­be­ding­te Ma­ku­la­de­ge­ne­ra­ti­on (AMD), die nach Schät­zun­gen der WHO für die Hälf­te al­ler Er­blin­dun­gen in Eu­ro­pa ver­ant­wort­lich ist, füh­ren häu­fig zu schwe­ren Ein­schrän­kun­gen der Seh­kraft. Wie ak­tu­el­le Stu­di­en­er­geb­nis­se zei­gen, kann der Ver­lauf der AMD al­ler­dings durch ei­nen ge­sun­den Le­bens­stil ge­bremst wer­den. Po­si­ti­ve Aus­wir­kun­gen ha­ben dem­nach ei­ne me­di­ter­ra­ne Er­näh­rung, der Ver­zicht aufs Rau­chen und re­gel­mä­ßi­ge Be­we­gung. Wich­tig sind au­ßer­dem re­gel­mä­ßi­ge Vor­sor­ge­un­ter­su­chun­gen. Spä­tes­tens ab dem 40. Le­bens­jahr soll­te je­der al­le zwei Jah­re, ab dem 60. Le­bens­jahr jähr­lich zum Au­gen­arzt und Au­gen­op­ti­ker ge­hen.

Die Grund­la­gen für gu­tes Se­hen und lang­fris­tig ge­sun­de Au­gen wer­den be­reits im Kin­des­al­ter ge­legt. Ne­ben den elf Vor­sor­ge­un­ter­su­chun­gen (U1 bis U11) wird El­tern emp­foh­len, die Seh­kraft ih­rer Kin­der ein­mal zwi­schen der U5 und der U8 so­wie in zwei­jäh­ri­gem Ab­stand zwi­schen der U8 und der U10 kon­trol­lie­ren zu las­sen; bei Auf­fäl­lig­kei­ten wie Au­gen­zit­tern, Schie­len oder licht­scheu­en Au­gen je­doch so­fort. (kgs/ms)

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