Vie­le Schüs­se, we­ni­ge To­re

Dem Haupt­stadt­club fehlt es an der Ef­fi­zi­enz. Jetzt folgt für die DEL ei­ne Län­der­spiel­pau­se.

Märkische Oderzeitung Frankfurt - - SPORT -

Strau­bing. Die Eis­bä­ren kön­nen in Strau­bing zu­min­dest bei Haupt­run­den-spie­len der Deut­schen Eis­ho­ckey Li­ga of­fen­sicht­lich nicht mehr ge­win­nen. Seit 2015 hol­ten sich die Ber­li­ner bei den Ti­gers nur Schlap­pen ab. Mit dem 3:5 am Sonn­tag steck­ten die Eis­bä­ren am Pul­ver­turm die neun­te Haupt­run­den-nie­der­la­ge ein. „Wir wa­ren nicht schlech­ter als die Strau­bin­ger, ha­ben es aber lei­der ver­säumt, To­re zu schie­ßen“, klag­te Eis­bä­ren-tor­schüt­ze Mar­cel Noe­bels.

Die al­te Krank­heit der Ber­li­ner trat auch in Nie­der­bay­ern wie­der deut­lich zu Ta­ge. Die Eis­bä­ren spie­len ein grot­ten­schlech­tes Po­wer­play. Selbst als die Gäs­te 89 Se­kun­den in dop­pel­ter Über­zahl agier­ten, sprang kein Tref­fer her­aus. Wahr­schein­lich nagt in Sport­di­rek­tor Ste­pha­né Ri­cher längst der Är­ger, dass er den Ver­trag mit Ja­mie Mac­queen nicht ver­län­gert hat. Noch in der ver­gan­ge­nen Sai­son glänz­te der 31-Jäh­ri­ge mit 24 Tref­fern. Bei sei­nem neu­en Ver­ein in Schwen­nin­gen steht er mit ak­tu­ell elf Tref­fern und 18 Sco­r­er­punk­ten schon wie­der bes­tens da.

Un­glück­li­cher Tor­wart

Elf Tref­fer glück­te selbst zu­sam­men­ge­nom­men noch kei­nem Ber­li­ner Sturm-trio. Da nützt auch ein noch so schön an­zu­schau­en­des Eis­bä­ren-spiel nichts, wenn kei­ne Tref­fer fal­len. Im mit 4833 Zu­schau­ern bre­chend vol­lem Pul­ver­turm häm­mer­ten die Eis­bä­ren 46-mal auf die Kis­te von Strau­bings Tor­wart Jeff Zat­koff. Drei To­re spran­gen da­bei her­aus. Die Ti­gers ver­such­ten sich nur 26-mal, aber fünf Tref­fer stan­den am En­de auf der Ha­ben­sei­te. Min­des­tens ei­nes der fünf To­re muss Eis­bä­ren-schluss­mann Se­bas­ti­an Dahm auf sei­ne Kap­pe neh­men.

Da liegt das nächs­te Pro­blem der Eis­bä­ren. In den ver­gan­ge­nen Jah­ren hiel­ten Welt­klas­se-tor­hü­ter wie der Fin­ne Pe­tri Ve­ha­nen den Eis­bä­ren­kä­fig sau­ber. Se­bas­ti­an Dahm müht sich, um ei­ne glän­zen­de Fi­gur ab­zu­ge­ben. Es ge­lingt ihm aber nicht im­mer. Mathias Nie­der­ber­ger schick­ten die Eis­bä­ren nach nur zwei Jah­ren in Ber­lin zu­rück in sei­ne Ge­burts­stadt Düs­sel­dorf. Er führt im Mo­ment die Del-tor­hü­ter-sta­tis­tik mit ei­ner Ge­gen­tor-quo­te von 1,67 an. Eis­bär Dahm bringt es nur auf ei­nen Ge­gen­tor­schnitt von 2,65. Das ist pro Spiel ein Tor mehr. Bei 16 Be­geg­nun­gen kom­men da ein gan­zer Hau­fen Tref­fer zu­sam­men.

Bis auf die Na­tio­nal­spie­ler Jonas Mül­ler, Mar­cel Noe­bels und Leo Pfö­derl kön­nen die Eis­bä­ren erst ein­mal die Bei­ne hoch­le­gen, denn es ist Län­der­spiel­pau­se. So kön­nen sich die Ber­li­ner zu­min­dest bis 16. No­vem­ber über ih­ren sechs­ten Ta­bel­len­platz freu­en, der im­mer­hin ei­ne di­rek­te Play­off-qua­li­fi­ka­ti­on be­deu­ten wür­de. Gun­nar Gün­ter

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