962 Mil­lio­nen Über­stun­den

Mehr als die Hälf­te der Mehr­ar­beit ist da­bei un­be­zahlt.

Märkische Oderzeitung Frankfurt - - WIRTSCHAFT - Dpa

Ar­beit­neh­mer in Deutsch­land ha­ben im ers­ten Halb­jahr 2019 knapp 1 Mrd. Über­stun­den ge­leis­tet – da­von wa­ren mehr als die Hälf­te un­be­zahlt. Das geht aus der Ant­wort des Bun­des­ar­beits­mi­nis­te­ri­ums auf ei­ne An­fra­ge der Lin­ken-bun­des­tags­frak­ti­on her­vor, über die das Re­dak­ti­ons­netz­werk Deutsch­land (RND) be­rich­te­te. Die ge­nau­en Zah­len: Für die ers­ten sechs Mo­na­te wur­den 962 Mio. Über­stun­den re­gis­triert, 490 Mio. da­von un­be­zahlt. Das Mi­nis­te­ri­um be­ruft sich auf Da­ten des In­sti­tuts für Ar­beits­markt und Be­rufs­for­schung der Bun­des­agen­tur für Ar­beit, das Be­trie­be und Be­schäf­tig­te aus der Pri­vat­wirt­schaft be­fragt.

Lin­ken-ar­beits­markt­ex­per­tin Jes­si­ca Tat­ti spricht von „Lohn­dieb­stahl“und for­dert schär­fe­re Re­geln für Über­stun­den. Be­schäf­tig­te wür­den Ar­beits­het­ze und Über­las­tung aus­ge­lie­fert, die Bun­des­re­gie­rung blei­be bei die­sem The­ma un­tä­tig.

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