Ge­rech­tig­keit für die Po­ké­mon

Märkische Oderzeitung Frankfurt - - VORDERSEIT­E - Mo­ritz Clauß

Wenn Bür­ger wol­len, dass Po­li­ti­ker sich mit ei­nem The­ma be­fas­sen, kön­nen sie ei­ne Pe­ti­ti­on star­ten. Et­wa zur Ret­tung der Bie­nen, zur Ret­tung des Kli­mas – oder zur Ret­tung der Po­ké­mon. Um die Ta­schen­mons­ter geht es in ei­ner Pe­ti­ti­on, die sich di­rekt an Us-pä­si­dent Do­nald Trump rich­tet. Er soll den Ver­kauf der neu­en Po­ké­mon-spie­le „Schwert“und „Schild“un­ter­bin­den.

Der Grund: Die Spie­le ent­hal­ten nicht al­le der über 800 Po­ké­mon, son­dern nur ei­ne Aus­wahl von 400 Mons­ter­chen.

Stars wie Schig­gy, Bi­sa­sam und Mew­tu feh­len. Ei­ne schrei­en­de Un­ge­rech­tig­keit! „Wir, das Volk der Ver­ei­nig­ten Staa­ten, stre­ben nach qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­gen Gü­tern und Un­ter­hal­tung“, er­klä­ren die Un­ter­zeich­ner auf der of­fi­zi­el­len Pe­ti­ti­ons­sei­te des Wei­ßen Hau­ses. „Wir, das Volk der Ver­ei­nig­ten Staa­ten, wol­len das Bes­te in un­se­ren Ge­schäf­ten.“

Das of­fen­sicht­lich po­ké­mon­ver­ach­ten­de Ent­wick­ler­stu­dio er­klär­te, man ha­be we­gen der kur­zen Ent­wick­lungs­zeit Kom­pro­mis­se ein­ge­hen müs­sen. Dem kom­pro­miss­lo­sen Trump dürf­te das nicht ge­fal­len. Bis­her hat die Pe­ti­ti­on 456 Un­ter­zeich­ner, be­nö­tigt wer­den ein paar mehr, ins­ge­samt 100 000.

Wenn je­mand be­reit ist, in den frei­en Markt ein­zu­grei­fen, um den Ta­schen­mons­tern Ge­rech­tig­keit zu ver­schaf­fen, dann ist es wohl Do­nald Trump. Soll­te der Us-prä­si­dent den Po­ké­mon-fans wi­der Er­war­ten nicht hel­fen, bleibt nur ei­nes: Im­peach­ment!

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