Wor­auf es beim Au­to an­kommt

Märkische Oderzeitung Frankfurt - - SERIE SICHERHEIT -

In ei­ner Ge­fah­ren­si­tua­ti­on muss sich je­der Fah­rer auf sein Fahr­zeug ver­las­sen kön­nen. Was man für mehr Si­cher­heit im Au­to tun kann, er­klärt Adac-fahr­si­cher­heits­trai­ner Frank Bur­dach in ei­nem In­ter­view mit Chris­ti­na Sle­zo­nia.

Herr Bur­bach, was muss man bei den Rei­fen be­ach­ten?

Die Rei­fen sind die wich­tigs­ten Tei­le am Fahr­zeug, trotz­dem wer­den sie oft ver­nach­läs­sigt. Der Rei­fen­luft­druck soll­te re­gel­mä­ßig kon­trol­liert wer­den. We­nig Luft­druck er­höht nicht au­to­ma­tisch die Auf­la­ge­flä­che. Viel­mehr wird der Druck auf die Flan­ken ge­legt, wo­durch die In­nen­flä­che des Rei­fens an­ge­ho­ben wird. So wird nur noch auf den Au­ßen­kan­ten ge­ar­bei­tet.

Wo liegt der Un­ter­schied zwi­schen Win­ter- und Som­mer­rei­fen?

Die Rei­fen un­ter­schei­den sich haupt­säch­lich in zwei Ei­gen­schaf­ten. Zum ei­nen bei der Gum­mi­mi­schung: Die ist bei Som­mer­rei­fen deut­lich här­ter, weil sie ho­hen Tem­pe­ra­tu­ren aus­ge­setzt ist. Da­für zeich­nen sich die Win­ter­rei­fen durch vie­le klei­ne Pro­fi­l­ein­schnit­te aus, die sich mit Schnee und Eis ver­zah­nen und so ein Schlit­tern über die Stra­ße ver­hin­dern. Des­halb ist das Wech­seln in den ent­spre­chen­den Jah­res­zei­ten sehr wich­tig.

Was ist für ei­ne rich­ti­ge Sitz­po­si­ti­on ent­schei­dend?

Ent­schei­dend ist, dass man das Bein bei ei­ner Voll­brem­sung nicht durch­streckt. Das Knie soll­te da­her auch beim Drü­cken bis aufs Bo­den­blech leicht an­ge­win­kelt blei­ben. Der Sitz soll­te au­ßer­dem so ein­ge­stellt sein, dass man beim Durch­drü­cken der Brem­se in den Sitz ge­drückt wird und der Kör­per sich nicht nach oben weg schiebt. So ver­liert sich die Ener­gie, die ei­gent­lich für das Brems­pe­dal ge­braucht wird. Pro­bie­ren Sie das ru­hig ein­mal mit dem Durch­drü­cken des Kupp­lungs­pe­dals aus.

Was ist die größ­te Un­fall­ur­sa­che?

Die liegt nicht am Au­to, son­dern am Fah­rer. Feh­len­der Ab­stand, Rausch­mit­tel wie Al­ko­hol und nicht an­ge­pass­te Ge­schwin­dig­kei­ten blei­ben auch wei­ter­hin die größ­ten Un­fall­ver­ur­sa­cher. Ein gro­ßer Feind des Au­to­fah­rers ist aber mitt­ler­wei­le auch das Smart­pho­ne ge­wor­den.

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