„Ich mag die Klas­si­ker“

Pop­sän­ger Rob­bie Wil­li­ams über sein Dop­pel­al­bum „The Christ­mas Pre­sent“, was er von Du­ett­part­ne­rin He­le­ne Fi­scher hält und wie er zu Hau­se Weih­nach­ten fei­ert.

Märkische Oderzeitung Frankfurt - - KULTUR -

Auf sei­nem neu­en Dop­pel­al­bum „The Christ­mas Pre­sent“singt Rob­bie Wil­li­ams mit dem deut­schen Schla­ger­star He­le­ne Fi­scher, mit Rod Ste­wart, Bryan Adams und vie­len an­de­ren Gast­stars Weih­nachts­lie­der. Pri­vat kann es dem bri­ti­schen Sän­ger gar nicht weih­nacht­lich ge­nug zu­ge­hen, wie der 45-Jäh­ri­ge im Ge­spräch mit Phi­lip Deth­lefs ver­rät.

Herr Wil­li­ams, hat­ten Sie das Weih­nacht­s­al­bum schon lan­ge auf Ih­rer Lis­te?

Seit drei Jah­ren, vor­her ha­be ich nicht mal drü­ber nach­ge­dacht. Man sucht im­mer neue Ide­en beim Song­schrei­ben, und ir­gend­wann hab’ ich ge­dacht, ich ver­su­che mal ein Ge­burts­tags­lied oder ein Neu­jahrs­lied, ein Os­ter­lied. Dann hab’ ich „Bad Sha­ron“ge­schrie­ben, ein Weih­nachts-trink­lied. Das hat so viel Spaß ge­macht, dass ich mir über­legt ha­be, ein Lied zu ma­chen, das die Leu­te bis ans En­de al­ler Ta­ge nervt.

Sie sin­gen „Bad Sha­ron“mit dem ehe­ma­li­gen Box­welt­meis­ter Ty­son Fu­ry. Wie kam es zu Ih­rem Du­ett?

Ich war vor ei­nem sei­ner Kämp­fe in der Um­klei­de­ka­bi­ne, was ei­ne Eh­re war – und sehr sur­re­al. Und in die­sem sur­rea­len Mo­ment kam mir der Ge­dan­ke, ihn zu bit­ten, auf mei­nem Al­bum zu sin­gen.

Sie sin­gen auch mit Rod Ste­wart und Bryan Adams …

Ich ken­ne bei­de seit Jah­ren. Bryan hat ein Haus in ei­ner Ge­gend, wo wir oft Ur­laub ma­chen. Und meis­tens woh­nen wir im Haus ne­ben­an, da­her ver­ste­hen wir uns gut. Es lag al­so na­he, ihn zu fra­gen. Mit Rod ist es ge­nau­so, wir ken­nen uns schon lan­ge durch vie­le ver­schie­de­ne An­läs­se. Ir­gend­wann war er zum Abend­es­sen bei mir, da hab’ ich ihn ge­fragt, und er hat Ja ge­sagt. Das ist ein paar Jah­re her. Die hat­ten das ver­ges­sen, aber ich nicht.

In Deutsch­land sorgt vor al­lem das Du­ett mit He­le­ne Fi­scher für Auf­se­hen. Sie bei­de ken­nen sich auch schon lan­ge?

Nur vom Show­ge­schäft. Sie war ein­fach im­mer die net­te La­dy in Deutsch­land, die un­glaub­lich ta­len­tiert und un­glaub­lich hübsch ist und ei­ne groß­ar­ti­ge Stim­me hat. Und ich lie­be Deutsch­land. Ich ha­be dort ei­ne rie­si­ge Fan­ge­mein­de. Deutsch­land war im­mer so gut zu mir, das ist mein Gruß an ei­nen Ort, an dem mein Herz sehr hängt. Sie ist ex­tra rü­ber­ge­flo­gen. Der Berg kam zum Pro­phe­ten. (lacht)

Sind Sie ein weih­nacht­li­cher Typ?

Ja. Durch mei­ne Frau. Sie hat mich mit Weih­nach­ten an­ge­steckt.

He­le­ne Fi­scher ist un­glaub­lich ta­len­tiert und hübsch und hat ei­ne groß­ar­ti­ge Stim­me. Rob­bie Wil­li­ams bri­ti­scher Sän­ger

Wie sieht Ihr idea­les Weih­nach­ten aus?

Wie auch im­mer mei­ne Frau das plant. Ich sa­ge bloß Ja und un­ter­schrei­be den Scheck. Und mei­ne See­le ge­nießt das Er­geb­nis. Sie ist ein­fach so was von gut in sol­chen Din­gen. Ich bin ge­nau das Ge­gen­teil, ich hab’ so ein Zeug nicht drauf. Wenn es sie nicht gä­be, wür­de das in mei­nem Le­ben gar nicht statt­fin­den.

Wie muss man sich das dann bei Ih­nen zu Hau­se vor­stel­len? Ist das gan­ze Haus de­ko­riert? Lau­fen Weih­nachts­lie­der rauf und run­ter?

Es gibt von al­lem viel zu viel. Und ge­nau­so mö­gen wir das.

Wel­che Weih­nachts­lie­der mö­gen Sie am liebs­ten?

Die Klas­si­ker. Die sind wie Zeit­ma­schi­nen. Das ist so, wie wenn man ein be­stimm­tes Af­ters­ha­ve riecht, das man seit den 90er-jah­ren nicht mehr ge­ro­chen hat. Es ver­setzt ei­nen zu­rück in ei­ne Zeit, von der man sich nicht si­cher ist, ob man sie wirk­lich er­in­nert, aber man weiß, dass da et­was Tol­les pas­siert ist.

Wann se­hen wir Sie denn mal wie­der in Deutsch­land?

Das wird noch dau­ern. Das ist im­mer ein rie­si­ger Auf­wand. Und üb­li­cher­wei­se lan­de ich an­schlie­ßend auf der In­ten­siv­sta­ti­on oder im Ent­zug.

Im Ernst?

Ich ha­be das halb im Scherz ge­sagt. Aber Tou­ren ist nichts, was ich re­gel­mä­ßig ma­chen möch­te. Ich bin gut be­schäf­tigt. Mein Le­ben dreht sich nicht nur um Pro­mo, Song­schrei­ben, Al­bum, Tour­nee … Es gibt so viel an­de­res für mich zu tun.

Rob­bie Wil­li­ams: „The Christ­mas Pre­sent“(Co­lum­bia)

Fo­to: Ur­su­la Dü­ren/dpa

Seit 2010 ver­hei­ra­tet: der bri­ti­sche Sän­ger Rob­bie Wil­li­ams und die Us-ame­ri­ka­ni­sche Schau­spie­le­rin Ay­da Field

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