Fut­ter­mei­le für den Oder­turm

Märkische Oderzeitung Frankfurt - - VORDERSEIT­E - Li­sa Mahl­ke zum gas­tro­no­mi­schen Kon­zept im Oder­turm

Die Ein­kaufs­pas­sa­ge im Oder­turm zeigt sich fest­lich ge­schmückt. Doch da gibt es auch ei­ne Bau­stel­le. Gro­ße Schil­der ver­spre­chen: Hier ent­steht ein Food Court. Ab dem Früh­jahr soll es gas­tro­no­mi­sche Viel­falt auf klei­nem Raum ge­ben.

Food Court – das klingt nicht al­lein durch das Eng­li­sche über­aus ur­ban. Und in der Tat: In Shop­ping­cen­tern gro­ßer Städ­te ist es ganz nor­mal, dass es zen­tra­le Sitz­plät­ze gibt und sich je­der an ei­nem an­de­ren Es­sens­stand das Lieb­lings­ge­richt kau­fen und man trotz­dem zu­sam­men­sit­zen kann. Food be­deu­tet Es­sen. Aber Court? Hat vie­le Über­set­zungs­mög­lich­kei­ten. Dar­un­ter Spiel­feld, Platz oder Hof. Doch ein Food Court ist in der Re­gel – noch ein eng­li­sches Wort – in­door, al­so in­ner­halb ei­nes Ge­bäu­des.

Doch war­um nicht im Oder­turm das Gan­ze wörtlich neh­men? Denn was fehlt, sind Sitz­plät­ze drau­ßen. Das wis­sen al­le, die dort wäh­rend wär­me­rer Jah­res­zei­ten in ih­rer Mit­tags­pau­se oder nach Fei­er­abend auf Nah­rungs­su­che ge­gan­gen sind. Wer bis­lang die­se Zeit im Son­nen­schein ver­brin­gen will, muss sich das Es­sen ein­pa­cken las­sen und ei­ne öf­fent­li­che Bank am Brun­nen­platz, der Uni oder an der Oder su­chen. Wür­de die Auf­ent­halts­flä­che, die ge­ra­de im Oder­turm ent­steht, auch bis vor das Ge­bäu­de rei­chen, könn­ten sich Schlem­men­de je­doch ihr Bröt­chen, Mit­tag oder Abend­es­sen auf ei­nen Por­zel­lan­tel­ler le­gen las­sen und rich­ti­ges, statt Plas­tik­ge­schirr be­nut­zen. We­ni­ger Müll und mehr Freu­de am Es­sen, weil an der fri­schen Luft. Win-win!

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