29 Straf­an­zei­gen ge­gen Koh­le-geg­ner

Ak­ti­vis­ten wi­der­spre­chen Darstel­lung des Kraft­werks-be­trei­bers.

Märkische Oderzeitung Frankfurt - - VORDERSEIT­E - Dpa

Cott­bus. Nach dem En­de der Pro­tes­te von Kli­ma­schüt­zern ar­bei­ten der Ta­ge­bau und das Kraft­werk Jänsch­wal­de wie­der nor­mal. Das teil­te der Be­trei­ber Le­ag am Sonn­tag mit. Am Sonn­abend wa­ren Hun­der­te Koh­legeg­ner in die Ta­ge­baue Jänsch­wal­de und Wel­zow-süd ge­stürmt. Wäh­rend die Ar­bei­ten im Ta­ge­bau Wel­zow-süd plan­mä­ßig ruh­ten, muss­te der Be­trieb in Jänsch­wal­de an­ge­hal­ten wer­den.

Un­ter­des­sen ha­ben die Koh­le-geg­ner von „En­de Ge­län­de“der Darstel­lung des Kraft­werks­be­trei­bers Le­ag über ei­ne an­geb­lich von De­mons­tran­ten ver­such­te ge­walt­sa­me Stür­mung des Kraft­werks­ge­län­des Jänsch­wal­de wi­der­spro­chen. Dies sei zu kei­nem Zeit­punkt ge­plant ge­we­sen und wur­de auch nicht ver­sucht, sag­te Spre­che­rin Ni­ke Mahl­haus am Sonn­tag. Der Kraft­werks­be­trei­ber hat­te wäh­rend der Pro­tes­te am Sonn­abend get­wit­tert: „Et­wa 200 Koh­legeg­ner ver­su­chen ge­walt­sam in das Kraft­werk Jänsch­wal­de ein­zu­drin­gen.“Le­ag er­gänz­te am Sonn­tag nach Wi­der­spruch in so­zia­len Netz­wer­ken die ei­ge­ne Darstel­lung vom Sonn­abend. Es ha­be nach Áus­sa­ge der Po­li­zei ei­ne mas­si­ve An­nä­he­rung der Grup­pe auf das Kraft­werks­ge­län­de ge­ge­ben, die nur durch star­ke Po­li­zei­prä­senz ge­stoppt wer­den konn­te.

Die Po­li­zei hat nach den Kli­ma­pro­tes­ten 29 Straf­an­zei­gen ge­gen Koh­le-geg­ner ge­stellt – dar­un­ter we­gen Haus­frie­dens­bruchs, Sach­be­schä­di­gung und ge­fähr­li­chen Ein­griffs in den Bahn­ver­kehr.

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