Tro­cken­heit scha­det den Christ­bäu­men

Auch Schäd­lin­ge be­rei­ten den mär­ki­schen Plan­ta­gen­be­sit­zern zu­neh­mend Sor­gen.

Märkische Oderzeitung Frankfurt - - BRANDENBUR­G - Dpa

Weih­nachts­bäu­me aus Bran­den­burg ste­hen hoch im Kurs. Al­ler­dings kla­gen die Er­zeu­ger zu­neh­mend über die lang­an­hal­ten­de Tro­cken­heit. Die Spre­che­rin der Stadt Frank­furt (Oder), Ko­ra Kutsch­bach, sprach von ei­nem „um­fas­sen­den Pro­blem“. Seit 25 Jah­ren ver­kau­fe die Stadt Bäu­me, die auf ih­ren Flä­chen wach­sen. Pro Jahr wür­den für das Fest bis zu 150 Bäu­me ge­fällt.

Schwie­rig­kei­ten mit der Wit­te­rung hat­te auch der Tan­nen­hof in Wer­der an der Ha­vel (Pots­dam-mit­tel­mark). „Un­se­re Bö­den sind nicht sehr was­ser­spei­cher­fä­hig, weil wir ei­nen ho­hen San­d­an­teil ha­ben“, sag­te In­ha­be­rin Ka­rin Lo­renz. Seit bald 30 Jah­ren ver­kau­fe das Fa­mi­li­en­un­ter­neh­men Weih­nachts­bäu­me. „Im ver­gan­ge­nen Jahr wa­ren es meh­re­re zehn­tau­send Stück.“Seit 2002 dür­fen sich die Kun­den die Bäu­me auch selbst schla­gen.

In Tech­nik in­ves­tiert

„Zum Glück liegt bei uns ei­ne Was­ser­lei­tung an, die uns Ober­flä­chen­was­ser aus ei­nem der vie­len Ha­vel­se­en lie­fert“, be­rich­te­te die Plan­ta­gen-in­ha­be­rin. Weil die Fa­mi­lie seit Jah­ren in den Aus­bau die­ser Lei­tung und in Be­wäs­se­rungs­tech­nik in­ves­tiert ha­be, sei ein Aus­fall im gro­ßen Aus­maß ver­hin­dert wor­den. „Nor­ma­ler­wei­se be­reg­nen wir nur die frisch ge­pflanz­ten Jung­pflan­zen in den ers­ten zwei Stand­jah­ren.“Aber zu­letzt hät­ten auch Bäu­me im drit­ten und vier­ten Jahr be­reg­net wer­den müs­sen, im Hoch­som­mer so­gar die grö­ße­ren Bäu­me.

Tro­cken­heit und Schäd­lin­ge ma­chen auch klei­ne­ren An­bie­tern von Weih­nachts­bäu­men zu schaf­fen. So et­wa Kurt Wil­ke, der in See­dorf (Pri­gnitz) seit der Wen­de Fich­ten, Dou­gla­si­en und Tan­nen an­pflanzt. „Vie­le Fich­ten sind durch Bor­ken­kä­fer und vie­le Dou­gla­si­en durch die Tro­cken­heit da­hin­ge­rafft wor­den“, klag­te er. Um Be­wäs­se­rung und Schäd­lings­be­käp­fungs­mit­tel kom­me er des­halb nicht her­um.

Prei­se blei­ben sta­bil

Teu­rer sind die Bäu­me durch den Mehr­auf­wand aber in die­sem Jahr nicht ge­wor­den, wie Wil­ke ver­si­cher­te. Ähn­lich sieht das in Frank­furt (Oder) so­wie beim Wer­de­ra­ner Tan­nen­hof aus. So kos­tet in Wer­der ei­ne 1,90 Me­ter ho­he Nord­mann­tan­ne 46 Eu­ro, wäh­rend für ei­ne gleich gro­ße Fich­te oder Kie­fer rund 34 Eu­ro fäl­lig wer­den. Wer es klei­ner liebt, kommt für ei­ne 1,20 Me­ter ho­he Nord­mann­tan­ne mit 28 Eu­ro und für ei­ne Fich­te be­zie­hungs­wei­se Kie­fer im glei­chen Seg­ment mit 21,60 Eu­ro da­von.

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