Re­geln für das nächt­li­che Zäh­len

Märkische Oderzeitung Frankfurt - - BERLIN - Dpa

Nicht du­zen, nicht drän­gen und nicht auf­we­cken: Für Ber­lins ers­te Ob­dach­lo­sen­zäh­lung in der „Nacht der So­li­da­ri­tät“En­de Ja­nu­ar gibt es Ver­hal­tens­re­geln. 2530 Ber­li­ner wol­len bis­lang bei der Zäh­lung in der Nacht vom 29. auf den 30. Ja­nu­ar eh­ren­amt­lich mit­ma­chen. Wie vie­le Ob­dach­lo­se le­ben in Ber­lin und wie vie­le schla­fen auch im Win­ter nachts im Frei­en? Seit Jahr­zehn­ten kann nie­mand die­se Fra­gen ge­nau be­ant­wor­ten. Wohl­fahrts­ver­bän­de for­dern ei­ne sta­tis­ti­sche Grund­la­ge, um den Men­schen das gan­ze Jahr über pas­sen­de Un­ter­stüt­zung an­bie­ten zu kön­nen.

Für die Zäh­lung sol­len 500 Teams auf fest­ge­leg­ten Rou­ten durch die Be­zir­ke lau­fen. Fest steht, dass die Teams nicht Ab­riss­häu­ser oder Pri­vat­ge­län­de durch­su­chen, son­dern nur den öf­fent­li­chen Raum. Das Be­ant­wor­ten von Fra­gen ist für Ob­dach­lo­se frei­wil­lig. Sie wer­den ge­siezt, wie es im Ver­hal­tens­ko­dex für die Hel­fer heißt. Wer nicht mit den Teams re­den möch­te, wird nur ge­zählt. Es soll kei­nen Druck ge­ben. Wer schläft, kann auch wei­ter­schla­fen. Wei­ter gilt für die Hel­fer: Kei­ne Fo­tos, kei­ne Posts, kei­ne Wei­ter­ga­be von Na­men und Da­ten an Drit­te.

Foto: Paul Zinken/dpa

Schwie­ri­ges Le­ben: Da­mit Ob­dach­lo­sen bes­ser ge­hol­fen wer­den kann, sol­len sie im Ja­nu­ar ge­zählt wer­den.

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