Oder­städ­ter Rin­ger be­sie­gen den RV Thal­heim

Beim 21:7-Er­folg der KG Frankfurt/ei­sen­hüt­ten­stadt ge­gen den RV Thal­heim ge­hen sie­ben der neun aus­ge­tra­ge­nen Du­el­le über die vol­le Dis­tanz. Rang 3 der Re­gio­nal­li­ga ist noch in Reich­wei­te.

Märkische Oderzeitung Frankfurt - - VORDERSEIT­E - Von Hu­ber­tus Röß­ler

Beim 21:7-Er­folg der Re­gio­nal­li­ga-rin­ger der Kampf­ge­mein­schaft Frankfurt/ei­sen­hüt­ten­stadt ge­gen den RV Thal­heim sind sie­ben der neun aus­ge­tra­ge­nen Du­el­le über die vol­le Dis­tanz ge­gan­gen. Rang 3 ist da­mit für die KG noch in Reich­wei­te.

Auch wenn die Bo­xer­hal­le des Olym­pia­stütz­punk­tes die­ses Mal nicht so gut ge­füllt und die Stim­mung nicht ganz so mi­t­rei­ßend war wie bei den bis­he­ri­gen Heim­kämp­fen der Kampf­ge­mein­schaft, soll­ten die gut 100 zah­len­den Zu­schau­er ihr Kom­men am Sams­tag­abend nicht be­reu­en. Denn die hei­mi­schen Rin­ger zeig­ten ge­gen den Ta­bel­len­zwei­ten der Re­gio­nal­li­ga Mit­tel­deutsch­land durch­weg kon­zen­trier­te Leis­tun­gen und ent­schie­den fünf der neun aus­ge­tra­ge­nen Du­el­le für sich – Bri­an Te­wes hat­te kei­nen Geg­ner und si­cher­te so kampf­los vier Mann­schafts­punk­te. „Da hat sich Thal­heim im Vor­feld ein biss­chen ver­dad­delt. So et­was ist ei­gent­lich scha­de, pas­siert aber im­mer mal wie­der“, er­klär­te Erik Weiß.

Durch ein Ver­se­hen der Gäs­te muss Erik Weiß ge­gen ei­nen Frei­sti­ler an­tre­ten.

Ei­gent­lich woll­ten die Gäs­te aus dem Erz­ge­bir­ge die Ge­wichts­klas­se 75 Ki­lo­gramm Grie­chisch-rö­misch von Weiß un­be­setzt las­sen, tru­gen je­doch aus Ver­se­hen ih­ren Frei­stil­rin­ger Lu­kas Kahnt in die­se Spal­te ein. Ge­gen die­sen jun­gen Geg­ner hat­te der mehr­fa­che Deut­sche Meis­ter Weiß zu­nächst sei­ne Pro­ble­me und lag zur Pau­se nach drei Mi­nu­ten so­gar mit 0:2 zu­rück. „Es ist meis­tens ko­misch, ge­gen Frei­sti­ler zu rin­gen, sie kämp­fen sehr un­or­tho­dox. Aber ich ha­be mich dann auf ihn ein­ge­stellt“, be­rich­te­te der 32-Jäh­ri­ge, der am En­de durch tech­ni­sche Über­le­gen­heit mit 19:4 sieg­te und eben­falls vier Zäh­ler für sein Team bei­steu­er­te.

Eben­falls die vol­le Punkt­zahl er­kämpf­te Paul Bohn (GR 57 kg) beim 20:3 ge­gen Fa­bi­en Mar­tin. Der Frank­fur­ter hat­te von sei­nem Ein­satz erst am Mit­tag er­fah­ren, nach­dem Raf­fa­el Al­brecht krank­heits­be­dingt kurz­fris­tig ab­ge­sagt hat­te. So muss­te Bohn bis zum Abend ein­ein­halb Ki­lo­gramm ab­neh­men. Sein Mann­schafts­kol­le­ge Mo­ham­mad Da­mank­hoshk (GR 80 kg) be­sieg­te Ke­vin Mehl­horn, der beim Stan­de von 5:0 we­gen ei­ner Fuß­ver­let­zung auf­ge­ben muss­te.

Die­se bei­den Kämp­fe wa­ren die ein­zi­gen, die nicht über die vol­le Dis­tanz von sechs Mi­nu­ten gin­gen. Da­mi­an Hart­mann (GR 98 kg) hielt ge­gen den rund 15 Ki­lo­gramm schwe­re­ren Tsche­chen Ond­rej Da­dak die Nie­der­la­ge mit 1:5 im Rah­men und auch Da­ni­el Geist (FS 130 kg) zeig­te beim 0:3 ge­gen Ra­doslaw Du­bli­now­ski sein gro­ßes Kämp­fer­herz – trotz ei­ner Schul­ter­ver­let­zung.

An­drzej Gr­zelak (FS 86 kg) ver­such­te ge­gen Ben­ja­min Opitz im­mer wie­der, des­sen Bein zu er­wi­schen, was al­ler­dings nicht glück­te. Letzt­lich un­ter­lag der Po­le im Dress der KG mit 0:3. Ei­ne spek­ta­ku­lä­re Last-mi­nu­te-nie­der­la­ge er­litt Ti­en Nguy­en Ho (GR 66 kg) ge­gen Nick­las Eich­horn, als er nach zwi­schen­zeit­li­cher 8:0-Füh­rung drei Se­kun­den vor dem En­de noch her­um­ge­wir­belt wur­de und durch das 8:8 ei­nen Mann­schafts­punkt ab­ge­ben muss­te. Hin und her ging es im Du­ell zwi­schen Ghayour Sa­yad (FS 61 kg) und Nick Löff­ler.

Letzt­lich be­hielt der Frank­fur­ter mit 10:5 die Ober­hand.

Am Sonn­abend zum Schluss­licht

Ste­ve Brylla (FS 71 kg) ließ beim 9:0 ge­gen Flo­ri­an Pohl von Be­ginn an kei­ne Zwei­fel auf­kom­men, wer die Mat­te als Sie­ger ver­lässt. „Es lief heu­te ein­fach. Ich woll­te un­be­dingt mal wie­der rich­tig gut kämp­fen. Da ich zu­letzt auf Lehr­gän­gen war, konn­te ich nicht im­mer da­bei sein. Ich freue mich über je­den Kampf, den ich noch be­strei­ten kann, be­vor jün­ge­re Leu­te nach­kom­men“, sag­te der 35-Jäh­ri­ge und lob­te gleich­zei­tig sei­ne Mann­schafts­kol­le­gen. „Es ist echt stark, dass wir ge­gen den Zwei­ten ge­win­nen. Scha­de, dass wir mit die­ser Be­set­zung nicht in Mar­kneu­kir­chen an­tre­ten konn­ten, da hät­ten wir viel­leicht ei­ne Chan­ce ge­habt. Frankfurt ist stark, es müs­sen nur al­le da sein“, sag­te Brylla mit Ver­weis auf die schmerz­li­che 0:36-Plei­te im Vogt­land in der Vor­wo­che.

Lo­ben­de Wor­te fand auch Trai­ner Andre­as Göld­ner. „Wir ha­ben vie­le aus­ge­gli­che­ne Kämp­fe ge­se­hen und sind sehr zu­frie­den. Am En­de hat es Mo (Mo­ham­mad Da­mank­hoshk, d. Red.) wie­der her­aus­ge­ris­sen, ob­wohl er acht Ki­lo we­ni­ger als sein Geg­ner ge­wo­gen hat. Wir ha­ben auch tak­tisch rich­tig ge­stellt. Das Er­geb­nis zeigt, dass un­ser Ziel – ein Platz un­ter den ers­ten Drei – rea­lis­tisch ist“, er­klär­te Göld­ner, des­sen Team am kom­men­den Sonn­abend beim Ta­bel­len­letz­ten RVE Lu­gau an­tritt.

Fo­to: Micha­el Benk

Rou­ti­nier Ste­ve Brylla (in Rot) si­chert mit ei­nem sou­ve­rä­nen Auf­tritt beim kla­ren 9:0 ge­gen Thal­heims Flo­ri­an Pohl der Kampf­ge­mein­schaft drei Mann­schafts­punk­te.

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