Im­mer mehr An­grif­fe auf Ho­mo­se­xu­el­le

Die Po­li­zei re­gis­trier­te ei­nen si­gni­fi­kan­ten An­stieg der Über­grif­fe. Die Ver­fol­gung der Tä­ter ist oft schwie­rig.

Märkische Oderzeitung Frankfurt - - BERLIN - Dpa

Berlin.

Deut­lich mehr Über­grif­fe ge­gen schwu­le Män­ner, Trans­se­xu­el­le und les­bi­sche Frau­en sind von der Ber­li­ner Po­li­zei in die­sem Jahr re­gis­triert wor­den. Bis En­de Sep­tem­ber wa­ren es 261 Be­lei­di­gun­gen, Be­dro­hun­gen und An­grif­fe, wie Po­li­zei­prä­si­den­tin Bar­ba­ra Slo­wik am Mon­tag bei ei­ner Preis­ver­lei­hung des Bünd­nis­ses ge­gen Ho­mo­pho­bie am Pots­da­mer Platz sag­te. Im Vor­jah­res­zeit­raum zähl­te die Po­li­zei nach letz­ten of­fi­zi­el­len Zah­len 184 Über­grif­fe. Die Tat­or­te la­gen meist in den Stadt­tei­len Mit­te, Schö­ne­berg, Fried­richs­hain-kreuz­berg und Neu­kölln.

Slo­wik sprach von ei­ner „zu­neh­men­den Po­la­ri­sie­rung in der Ge­sell­schaft“und ei­nem „An­stieg der Hass­kri­mi­na­li­tät“in vie­len Be­rei­chen. Gleich­zei­tig wür­den mehr Op­fer als frü­her zur Po­li­zei ge­hen und An­zei­gen er­stat­ten. Die­se bei­den Ten­den­zen sei­en der Grund für den An­stieg. Die Po­li­zei geht laut Slo­wik aber auch da­von aus, dass es in die­sem Kri­mi­na­li­täts­be­reich ein gro­ßes Dun­kel­feld gibt, dass al­so vie­le Ta­ten nie an­ge­zeigt wer­den.

Ge­ne­ral­staats­an­wäl­tin Mar­ga­re­te Kop­pers räum­te ein, dass die Straf­ver­fol­gung oft schwie­rig sei. Be­lei­di­gun­gen im In­ter­net könn­ten nicht im­mer be­straft wer­den, weil die Tä­ter oft nicht iden­ti­fi­ziert wer­den könn­ten. In vier Fäl­len ha­be es aber auch Ge­fäng­nis­stra­fen oder Ju­gend­stra­fen für Raub­über­fäl­le oder Kör­per­ver­let­zun­gen ge­ge­ben.

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