Auf der Su­che nach Schein­lö­sun­gen

CDU und SPD hal­ten an ih­rer Hy­po­the­se fest, um bis zur plan­mä­ßi­gen Neu­wahl zu über­le­ben.

Märkische Oderzeitung Frankfurt - - LESERBRIEF­E -

Zu „Ge­hen oder blei­ben“(Aus­ga­be vom 4. No­vem­ber):

Die Po­li­ti­ker von CDU und SPD, die un­ter al­len Um­stän­den am jet­zi­gen Kon­strukt fest­hal­ten wol­len, wer­den im­mer wei­ter nach Schein­lö­sun­gen zur Be­wäl­ti­gung ak­tu­el­ler Pro­ble­me su­chen. Es ist für sie die be­quems­te Me­tho­de, im Amt bis zur plan­mä­ßi­gen Neu­wahl zu über­le­ben. Die Bun­des­kanz­le­rin zieht ih­ren Stil durch; auf­ge­ben gibt es für sie nicht.

Den eh­ren­vol­len Ab­gang hat sie 2017 ver­passt. Ei­nen Mes­si­as hat die SPD auch nicht. Al­so ist der ge­ord­ne­te Aus­tritt aus der Groko und ei­ne Neu­wahl wohl das ver­nünf­tigs­te Ver­fah­ren, um die von Fried­rich Merz ge­fühl­te po­li­ti­sche Läh­mung zu über­win­den. Die SPD hat es in der Hand, den Weg da­für frei zu ma­chen. Sie könn­te den größ­ten Nut­zen dar­aus zie­hen, um­ge­kehrt aber auch die größ­ten Ver­lus­te.

Vol­ker Miersch

Schwedt

Bun­des­kanz­le­rin An­ge­la Mer­kel hält an der Gro­ßen Ko­ali­ton fest.

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