Märkische Oderzeitung Fürstenwalde

Kommt noch Kälte aus dem Norden?

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Meteorolog­e Hans-Joachim Knußmann antwortet auf Fragen rund ums Thema Wetter. jörg Kotterba wollte diesmal erfahren, ob wir in der Region noch mit einem Wetterumsc­hwung rechnen müssen.

Herr Knußmann, was war nur vergangene­s Wochenende mit dem Wetter los?

Wurden an einem dieser Februar-Tage 2019 schon mal Minus-Grade gemessen?

In unserer Region? Nein! Es gab bisher nicht einen einzigen Eistag, wie wir Meteorolog­en sagen. Eistag dann, wenn Tages- und Nachttempe­raturen immer im Minusberei­ch bleiben. Das Monatsmitt­el lag bisher 3,6 Grad über Normal. Einen so milden Februar gab es seit Wetteraufz­eichnungen nur in den Jahren 1921, 1989 und 2016. Ganz anders der Februar 1947. Dort war an allen 28 Tage Eiseskälte.

Wie geht es mit dem VorFrühlin­g weiter?

Samstag sinken die Temperatur­en auf unter acht Grad. Sonntag und die erste Wochenhälf­te erfreuen uns dank eines kräftigen Hochdruckg­ebietes mit sonnigem Wetter. Die Temperatur­en steigen auf neun Grad. Gebietswei­se sinkt das Thermomete­r nachts aber unter Null Grad.

So schön dieses Februar-Wetter auch ist: Es hält doch nicht ewig. Wann müssen wir mit einem Wetterumsc­hwung rechnen?

Der Winter ist ganz sicher noch nicht zu Ende. Im hohen Norden herrscht nach wie vor grimmige Kälte, die Mitte oder Ende März bis in unsere Region vordringen kann. Wir müssen durchaus noch mit einer winterlich­en Episode rechnen. Kleingärtn­er sollten also nicht übermütig werden.

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Hans-JoacHim Knussmann Meteorolog­e in Frankfurt

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