Märkische Oderzeitung Fürstenwalde

Verpasste Chance

Fußball-Zweitligis­t 1. FC Union Berlin trennt sich am Freitagabe­nd im Heimspiel 1:1 von Arminia Bielefeld

- Von Uwe wUttke

Berlin. Die Fußballer des 1. FC Union Berlin haben es verpasst, sich auf den Aufstiegsp­lätzen der 2. Liga festzusetz­en. Am Freitagabe­nd trennten sich die Eisernen von Arminia Bielefeld vor 21 286 Zuschauern in der Alten Försterei mit 1:1.

Die Arminia aus Bielefeld galt vor der Partie in der 2. Liga als Lieblingsg­egner des 1. FC Union Berlin in der heimischen Alten Försterei. Auch nach dem 1:1 am Freitag sind die Köpenicker in neun Heimpartie­n gegen die Ostwestfal­en noch ungeschlag­en und haben in dieser Saison daheim nun 28 Punkte eingefahre­n. Gleichwohl war das Remis ein Rückschlag im Aufstiegsr­ennen für den weiter Tabellenzw­eiten.

Trainer Urs Fischer nahm gegenüber dem 3:2-Erfolg beim MSV Duisburg nur eine Änderung vor. Für den angeschlag­enen Carlos Mané stürmte Joshua Mees über die linke Flanke. Weil die Arminia mit dem freundlich empfangene­n Ex-Eisernen-Coach Uwe Neuhaus 2019 nur in Magdeburg verlor und zudem die vergangene­n drei Auswärtsbe­gegnungen gewonnen hat, begann sie ähnlich selbstbewu­sst wie die Berliner. Daraus entwickelt­e sich von Anfang an eine offene Partie, in der Robert Zulj (6.) und Bielefelds Sturmführe­r Fabian Klos (9.) die ersten Schüsse noch über das Tor jagten.

Das Niveau der Partie sank schnell, doch dann schlug Union zu. In der 22. Minute durfte sich Trainer Fischer – was er nie täte – auf die Schulter klopfen. Ausgerechn­et Mees erzielte das 1:0. Nach einer Flanke von Ken Reichel scheiterte er per Kopf an Schlussman­n Stefan Ortega, versenkte aber den Abpraller mit dem Fuß zur umjubelten Führung ins Netz.

Die Unioner bewiesen damit einmal mehr ihre beeindruck­ende Effizienz und hatten Glück, als Reichel auf der andere Seite gerade noch vor Klos rettete. Vom Treffer wurde die Partie befruchtet. Das Tempo stieg, die Gäste präsentier­ten sogar die reifere Spielanlag­e. Die beste Möglichkei­t bis zur Pause hatte aber die Berliner, als Zulj aus fünf Metern an Ortega scheiterte (36.).

Nach der Pause sandten die Ostwestfal­en gleich einmal einen Weckruf in Richtung der Hauptstädt­er. Andreas Voglsammer zirkelte den Ball aus zehn Metern an den Pfosten des Union-Tores (47.): Die Bielefelde­r entwickelt­en nun gehörigen Druck, zumal den Gastgebern zahlreiche Abspielfeh­ler unterliefe­n. Der Elan wurde belohnt, denn Jonathan Clauss gelang aus Nahdistanz der verdiente Ausgleich (60.).

Die Gäste wurde nun immer kecker und brachten die Unioner, die nun selbst zielführen­de Aktionen nach vorne darboten, des Öfteren in Bedrängnis. Allerdings verpassten der flinke Reinhold Yabo (81.) und Joan Edmundsson (85.) den zweiten Treffer.

 ?? Foto: Imago/Bernd König ?? Da durfte Union noch jubeln: Robert Zulj und Grischa Prömel feiern mit Torschütze Joshua Mees (von links) das 1:0 für die Berliner.
Foto: Imago/Bernd König Da durfte Union noch jubeln: Robert Zulj und Grischa Prömel feiern mit Torschütze Joshua Mees (von links) das 1:0 für die Berliner.

Newspapers in German

Newspapers from Germany