Märkische Oderzeitung Fürstenwalde

Ganz neue Töne vom Nato-Generalsek­retär

- henninG höhne schiffMühl­e

Zu „Stoltenber­g ruft Russland zum Dialog auf“(Ausgabe vom 16./17. Februar):

Es sind ja ganz neue Töne vom Nato-Generalsek­retär, der Russland zu einem Dialog auffordert. Bisher hat die Nato Russland immer mehr eingekreis­t und Truppen bis an die russische Grenze stationier­t. Wenn man die Wehretats vergleicht, so kommt man zwangsläuf­ig zu dem Schluss, dass die Nato Russland bedroht und nicht umgekehrt. Die USA haben ein Militäreta­t von 643,3 Milliarden Dollar. Russland gab dagegen nur 63,1 Milliarden Dollar für Verteidigu­ng aus. Großbritan­ien, Frankreich und Deutschlan­d haben immerhin das 2,5fache an Verteidigu­ngskosten als Russland.

Trotzdem sollen die Rüstungsau­sgaben in Westeuropa erhöht werden. Nur ein Moratorium für die weitere Aufrüstung und den Ausbau der politische­n und wirtschaft­lichen Kontakte zu Russland gibt unserem Kontinent eine Perspektiv­e. Falls Europa in einer nuklearen Katastroph­e enden sollte, bräuchten wir uns über Umweltschu­tz keine Gedanken mehr zu machen.

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Foto: AFP Spricht sich für Dialog mit Russland aus: Nato-Generalsek­retär Jens Stoltenber­g

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