Märkische Oderzeitung Fürstenwalde

Kinder sind nicht Eigentum des Staates

- uwe hinze neuruppin

Zu „Die Schule war langweilig“(Ausgabe vom 9./10. Februar):

Hier wird eine anschaulic­he und faire Darstellun­g des Problems der Heimbeschu­lung gegeben. Es gibt etliche Länder, wo diese Art des Lernens möglich ist. Die Heimbeschu­lung kann genauso gut funktionie­ren wie öffentlich­e Schulen. Warum also nicht?

Das Argument in „Mit Adleraugen“lautet, dass der Staat bei solch einer Beschulung keinen Einfluss auf das hat, was zu Hause gelehrt wird. Einfluss und Kontrolle des Staates in der Familie – das riecht mir nach Lenin und Diktatur. Kinder sind nicht Eigentum des Staates, und die heimunterr­ichtenden Eltern so pauschal der Kindeswohl­verletzung zu verdächtig­en, ist schon starker Tobak.

Wie passen wohl folgende Tatsachen mit dem „Kindeswohl“zusammen: Lehrermang­el, Stundenaus­fall, Quereinste­iger, zu großer Ausländera­nteil, Kriminalit­ät, Rauschgift und dazu die immer wiederkehr­enden Änderungen der Lehrpläne?

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