Märkische Oderzeitung Fürstenwalde

Schönbohm war nie ein Brandenbur­ger

- uwe warnke wendisch rietz

Zu „Trauer um einen großen Brandenbur­ger“(Ausgabe vom 9./10. Februar):

Schönbohm war vielleicht kein schlechter Politiker, ein Brandenbur­ger war er aber nie. Er wurde bei der Bevölkerun­g letztlich als einer aus den alten Bundesländ­ern wahrgenomm­en, der gegen einen Platzeck keine Chance haben konnte. Die Polizei hat er nicht gestärkt, wie geschriebe­n, sondern mit der Reform kaputt gestrichen. Es sind so wenig Polizisten übrig, dass sie, wie übrigens auch die Justiz, kaum handlungsf­ähig sind.

Schönbohms damalige Vorhersage, dass es durch die Grenzöffnu­ng und die Polizeiref­orm nicht zu mehr Kriminalit­ät kommen wird, war dann wohl eher Wunschdenk­en. Aber er war ein charismati­scher Brandenbur­ger CDU-Politiker, den man kannte. Seine Nachfolger sind alle blass, es fehlt ein Typ, der der Partei wieder ein Gesicht gibt. Die Briefe sind keine redaktione­llen Meinungsäu­ßerungen. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzung vor.

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Foto: dpa Gibt sich optimistis­ch: Andrea Nahles, Vorsitzend­e der SPD-Bundestags­fraktion.

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