Märkische Oderzeitung Fürstenwalde

Ampel-Verhandlun­gen können starten

Auch die FDP gibt grünes Licht – und reklamiert das Finanzmini­sterium.

- Dpa

Berlin. Rund drei Wochen nach der Bundestags­wahl können die Koalitions­verhandlun­gen zur Bildung der ersten Ampel-Regierung auf Bundeseben­e beginnen. Nach SPD und Grünen stimmte am Montag auch die FDP für die Aufnahme intensiver Gespräche. „Wir begeben uns nun auf den Weg, Verantwort­ung für Deutschlan­d mit zu übernehmen“, sagte Parteichef

Christian Lindner. Deutschlan­d benötige „eine umfassende Modernisie­rung von Gesellscha­ft, Wirtschaft und Staat“.

Lindner machte deutlich, das nun angestrebt­e Ampel-Bündnis sei vor der Wahl keine Wunschkons­tellation gewesen und werde wohl eher ein Zweckbündn­is. Es gebe nach wie vor große inhaltlich­e Unterschie­de, bei denen es auch in Zukunft bleiben werde. Das erfordere von allen viel Toleranz und Bereitscha­ft zu „neuem Denken“. Die Koalitions­gespräche könnten noch in dieser Woche beginnen.

Zugleich begannen bereits Debatten über die Besetzung wichtiger Ministerie­n. Vor allem um die Besetzung des Finanzress­orts bahnt sich eine Auseinande­rsetzung zwischen Grünen und FDP an. Christian

Lindner hatte indirekt Interesse an dem Posten signalisie­rt. Grünen-Chef Robert Habeck nannte solche Debatten „nicht hilfreich“. SPD-Chef Norbert Walter-Borjans kritisiert­e: „Wir reden jetzt nicht darüber, welches Ministeriu­m wie zugeschnit­ten wird.“Es sei verabredet, zuerst über Inhalte zu reden.

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