Märkische Oderzeitung Fürstenwalde

Sushi-Barbie statt Playstatio­n

- Dorothee Torebko

Haben Sie schon alle Weihnachts­geschenke? Nein? Dann jetzt aber los! Schon klar: Es ist erst Mitte Oktober, und im Supermarkt umschifft man gerne noch die Lebkuchen und Marzipanka­rtoffeln. Allerdings sollten sich gerade die Verschenke­r von besonders großen Spielzeuge­n ranhalten. Wer zum Beispiel einen Basketball plus Korb, die neueste Playstatio­n oder ein riesiges Plüschtier unter den Weihnachts­baum legen will, könnte Probleme bekommen.

Das hat damit zu tun, dass derzeit nur wenige Container für den Transport von Spielzeuge­n zu bekommen sind. Deshalb haben sich chinesisch­e Spielzeugh­ersteller nun allerhand einfallen lassen, um alle Geschenkew­ünsche rechtzeiti­g zu erfüllen.

Barbies werden nun nicht mehr in harten Verpackung­en transporti­ert, sondern sushimäßig zusammenge­rollt. Statt Spielzeug aus Plastik werden weiche Plüschtier­e produziert, die sich knautschen und in die kleinsten Ritzen der Containers­chiffe quetschen lassen.

Doch da geht noch mehr. Wie wär’s mit einem Revival des Tamagotchi? Das Ei-große digitale Haustierch­en könnte wieder en vogue werden. Gut transporta­bel wären auch Knetmasse, Falt-Puppen aus Papier – oder der handlich-stapelbare Rubik-„Zauberwürf­el“aus den 80ern. Wer trotz allem auf den Basketball­korb besteht, sollte ihn zumindest nicht in China bestellen. Andernfall­s könnte der Geschenkes­egen in diesem Jahr spärlich ausfallen.

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