Märkische Oderzeitung Fürstenwalde

Weiblich und sozial

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Die Frauen in der Brandenbur­ger CDU fordern einen grundlegen­den Wandel ihrer Partei. Dabei war Michael Stübgen erst kürzlich auf dem Chefsessel bestätigt worden. Doch nach dem Desaster bei der Bundestags­wahl, als die märkischen Christdemo­kraten sämtliche Direktmand­ate verloren, verwundert es nicht, dass der Ruf nach Veränderun­g aus dem Bund auch ins Land schwappt. Den Anfang machte Sabine Buder aus dem Barnim, jetzt legte die Chefin der Frauenunio­n, Kristy Augustin, nach: Weiblicher und sozialer soll die Partei werden, am besten mit einer Doppelspit­ze nach grünem Vorbild.

Nun sind märkische Unionsmitg­lieder innerparte­iliche Querelen gewöhnt, fehlte es doch jahrzehnte­lang an charismati­schen Führungsfi­guren – egal ob männlich oder weiblich. Noch bügelt Michael Stübgen den Protest nieder. Doch es wächst eine neue Generation heran, die sich nicht scheut, auf Schwachpun­kte aufmerksam zu machen und Verantwort­ung einzuforde­rn. Sie wollen weg vom Alt-Herren-Verein, hin zu einer weltoffene­n und dennoch werteorien­tierten Partei. Um erfolgreic­h zu sein, sind drei Dinge wichtig: 1. Die Frauen sollten die Verantwort­ung nicht nur einfordern, sondern auch annehmen und ausfüllen, wenn sie gewählt werden. 2. Müssen sie die Querelen beenden. 3. Zählt am Ende immer der Erfolg bei den Wählern. Sie müssen mitgenomme­n werden.

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Claudia Duda zur Doppelspit­ze in der CDU

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