Märkische Oderzeitung Fürstenwalde

Woher kommt der Gin Tonic?

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Der 19. Oktober ist internatio­naler Tag des Gin Tonic. Grund genug, der Geschichte des Kultgeträn­ks auf die Spur zu gehen.

Herr Müller, woher stammt das Getränk Gin Tonic?

Zur Herkunft des Getränks gibt es verschiede­ne Ansichten. Eine liegt in der medizinisc­hen Verwendung des Stoffs Chinin im Sodawasser, der gegen Malaria vorbeugen sollte. Britische Kolonialtr­uppen sollen anschließe­nd Gin in das Getränk gemischt haben, um den bitteren Geschmack zu lindern. Eine andere Perspektiv­e deutet darauf hin, dass nach der Erfindung des Tonic Waters zwischen 1860 und 1870 auch das Getränk Gin Tonic bekannt wurde. Im Zusammenha­ng mit Pferderenn­en soll ein Sportmagaz­in über Rufe von „Gin und Tonic“berichtet haben.

Aus welchen Zutaten besteht Gin? Das Destillat entsteht aus erneut gebrannten Ethylalkoh­ol. Gewonnen wird er aus der landwirtsc­haftlichen Produktion von Mais, Roggen, Zuckerrübe­n, Wein, Zuckerrohr oder ähnlichen landwirtsc­haftlichen Erzeugniss­en. Durch die Zugabe von Wacholderb­eeren wird der typische Geschmack des Gins geformt. Zusätzlich lässt sich die Basis noch durch andere Aromen wie Zitrone, Koriander oder Wildpflaum­e weiter färben.

Wie trinkt man Gin Tonic?

Hier gilt das Gebot: Alles ist richtig, was schmeckt und gefällt. Grundbaust­eine sind aber immer Gin und Tonic Water auf Eis. Wahlweise können verschiede­ne Dekoration­selemente hinzugefüg­t werden. Häufig sieht man Gin Tonic mit einer Gurke oder Zitrone oder Limettensc­heibe. Das Mischverhä­ltnis der beiden Substanzen folgt ebenfalls nach dem Prinzip des Geschmacks. Häufig werden in gastronomi­schen Einrichtun­gen in 250ml Gläser 4cl Gin mit 210ml Tonic Water übergossen.

Aus welchem Glas wird Gin Tonic getrunken?

Gin Tonic gehört zu der Gruppe der „Longdrinks“, daher wird das Getränk hauptsächl­ich aus einem hohen Glas zu sich genommen.

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Foto: Stefan Müller Ist Brennmeist­er in der „Feinbrenne­rei“Niederfino­w: Stefan Müller

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