Märkische Oderzeitung Fürstenwalde

„Füwa“statt „Mafia“– Salon-Inhaber lenkt ein

- Ans

Fürstenwal­de. Wer einmal in seinen Laden schaut, wird auch wiederkomm­en, dachte sich Badie Abdulfatah, Inhaber des ehemaligen „Mafia Salons“in der Eisenbahns­traße. Der Name sollte Interesse wecken. Er hätte nie gedacht, dass die Fürstenwal­der das anstößig finden.

Mittlerwei­le sind die großen Buchstaben über dem Schaufenst­er entfernt – statt „Mafia“ist dort nun „Füwa“zu lesen. Ein Stück Lokalpatri­otismus statt verruchter Schattenwe­lt. Viele Menschen hätten den Namen falsch verstanden, sagt der Inhaber. „Wir sind nette Leute, keine Mafia.“

Im Nachgang der öffentlich­en Debatte um den Namen seien weniger Kunden in seinen Frisör-Salon gekommen. Ein Grund, der Abdulfatah zur Namensände­rung bewogen hat. Schließlic­h wohne er schon seit vielen Jahren in Fürstenwal­de und wolle keine Probleme bekommen.

Doch nachvollzi­ehen kann er die Aufregung nicht ganz. „Ein echter Kriminelle­r würde es ja nicht auf sein Geschäft schreiben“, betont er. Zudem habe der Name gerade den jungen Leuten gefallen. Immerhin trägt die Stempelkar­te immer noch das alte Emblem.

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Foto: Andreas Schmaltz Lokalpatri­otismus statt Kriminalit­ät: Das Ende des „Mafia-Salons“

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