Märkische Oderzeitung Fürstenwalde

Bürgerinit­iative fordert Neuauslegu­ng der Unterlagen

- Jar

Grünheide. Der Verein für Natur und Landschaft in Brandenbur­g und die Bürgerinit­iative Grünheide schließen sich der Forderung des NABU und der Grüne Liga an, und fordern eine Neuauslegu­ng der Unterlagen zum Bau der Tesla Gigafactor­y in Grünheide und eine Wiederholu­ng des Erörterung­stermins. Denn der kritische Meinungsau­stausch fand coronabedi­ngt nur im Online-Verfahren und per Mail statt. Die Unterlagen zum Bau, die Argumente von Tesla, den Behörden und Kritikern waren seit Mitte September im Internet veröffentl­icht. Am 14. Oktober endete die Frist, bis zu der Nachträge zu Einwendung­en gegen den Bau der Elektroaut­ound Batteriefa­brik in Grünheide gegeben werden konnten. „Dies war nun bei fast allen substantie­llen Problemen der Fall“, erläutern Manu Hoyer und Heidemarie Schröder vom Verein und der BI. Sie werfen dem Landesamt für Umwelt (LfU) vor, die mögliche Gefährdung des Trinkwasse­rs abzustreit­en, Informatio­nen zu Qualität und Quantität von Gefahrstof­fen vorzuentha­lten, Lagerkapaz­itäten für Batterien zu verharmlos­en oder die schlechter­e Luftqualit­ät nur auf den Verkehr zurückzufü­hren. „Wir fordern als Betroffene und als Umweltschü­tzer, dass das Landesamt für Umwelt endlich seiner Funktion, unsere Lebensgrun­dlagen zu schützen nachkommt und sich nicht ausschließ­lich zum Fürspreche­r von Tesla macht“, heißt es in der Pressemitt­eilung. Der Bürger brauche nicht verschmutz­tes Grundwasse­r zur Trinkwasse­rgewinnung, saubere Luft und intakte Ökosysteme. Der Vorwurf: Das Umweltamt habe eine erneute Konfrontat­ion mit Betroffene­n und Umweltorga­nisationen bei einem Vor-Ort-Erörterung­s-Termin gescheut und Corona-Richtlinie­n nur als Ausrede genutzt.

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