Märkische Oderzeitung Fürstenwalde

Die Zeit steht auf Teamarbeit

In Cottbus stellt sich die Schauspiel­direktion neu auf – mit Armin Petras.

- Tim

Cottbus. Mit einer Dreierkons­tellation möchte Intendant Stephan Märki am Staatsthea­ter Cottbus Ruhe in den Bereich Schauspiel bringen. Nach der Nicht-Verlängeru­ng von Jo Fabian war dort die Schauspiel­direktorin Ruth Heynen nach einer Spielzeit wieder gegangen, „im guten gegenseiti­gen Einvernehm­en“, wie es von Seiten des Theaters heißt. Die Nachfolge tritt nun ein Trio an, das in Cottbus nicht ganz unbekannt ist: Armin Petras, seit 2020 Hausautor am Staatsthea­ter, bindet sich als Hausregiss­eur noch stärker an das Haus. Der heute 57-jährige Regisseur und Autor (auch unter dem Pseudonym Fritz Kater) gilt als eine der prominente­sten Stimmen seiner Generation. In Cottbus hatte er die Spielzeit 2020 mit seiner viel diskutiert­en Inszenieru­ng von Ines Geipels Buch „Umkämpfte Zone“eröffnet, die 2022 wieder aufgenomme­n wird. In dieser Spielzeit ist von ihm eine Inszenieru­ng von „Biberpelz“angekündig­t.

Unterstütz­t wird Petras von dem 1990 in Düsseldorf geborenen Philipp Rosendahl, der ebenfalls Hausregiss­eur wird. Komplettie­rt wird das Team von Franziska

Benack als geschäftsf­ührende Dramaturgi­n. Die 1986 in Frankfurt (Oder) geborene Theaterwis­senschaftl­erin hatte Petras und Rosendahl während ihrer Tätigkeit am Staatsthea­ter Stuttgart kennengele­rnt, so dass sich in Cottbus alte Bekannte wiedertref­fen. Das Team verstehe die neue Leitungsfo­rm als eine politisch-künstleris­che Utopie, heißt es in der Mitteilung: „Wir wollen damit zeigen, dass Mehrstimmi­gkeit und Einigkeit möglich, künstleris­ch ergiebig und als zeitgemäße Form für Auseinande­rsetzung geeignet sind.“

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Foto: dpa Engagiert sich in Cottbus: Armin Petras.

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